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August 2005

Glotzen oder nicht – das ist hier die Frage

Für die meisten Menschen stellt sich die Frage ja gar nicht. Stunden über Stunden läuft in vielen Haushalten die Glotze. Soviel Blödsinn kann man sich doch eigentlich gar nicht reinziehen – das geht doch über den Verstand. Meiner Meinung. Und so habe ich in den letzten Jahren mit meinem Antennenangebot von sieben Sendern ganz gut gelebt. Und noch besser in den letzten drei Monaten. Nachdem nämlich am 31. Mai die Privaten über Antenne abgeschaltet wurden und ich zurück in die Steinzeit des Fernsehens katapultiert wurde, war es erst wieder richtig schön.

Erstes, zweites, drittes Programm – Nachrichten, am Sonntag der Tatort und den ein oder anderen (werbefreie!) Spielfilm. Ganz ehrlich: Damit ist meine Fernsehwelt in Ordnung. Mehr brauch ich nicht. Mehr will ich auch gar nicht. Nur so geht es eben nicht weiter. Heute wird der Hahn abgedreht – nix geht mehr über Antenne.

Und eigentlich hätte ich dann auch gute Lust zu sagen: ok, das war’s dann. Nur: so ganz ohne Fernsehen? Also, auch ohne die Chance ihn anzumachen. Ich rede jetzt auch nicht vom Langeweileglotzen – das habe ich mir die letzten drei Monate hoffentlich endgültig abgewöhnt. Es geht vielmehr um den Informationsverlust zum Beispiel bei wichtigen Ereignissen. Und deswegen haben wir jetzt doch einen Receiver gekauft. Und glotze doch  weiter – hin und wieder jedenfall – und am liebsten werbefrei, denn daran kann man sich wirklich gewöhnen.


Wieder mal Terminschwierigkeiten am Wochenende

Was die Frage aufwirft, weshalb entweder gähnende Langeweile im Kalender herrscht oder man sich mehrfach teilen könnte. Als wenn alle Leute phasenweise aktiv würden – wochenlang vor sich hin dämmerten, dann kurz hochschrecken, aktiv werden und dann wieder zusammensacken. Wobei die Lösung hierzu sehr einfach ist: Weniger auf den Impuls von außen warten, sondern eben selbst aktiv werden. Dann kann man den Sozialstress auch entzerren – und übrig bleibt das, was es sein soll: Spaß.

Aber warum sind es immer wieder dieselben Menschen, denen man einen Korb geben muss? Weil man dann tatsächlich keine Zeit hat. Es ist als wäre es Absicht, als wolle man sie nicht sehen. Genau so muss es nämlich auf die anderen wirken. Also: Welche Mechanismen spielen da zusammen? Und dann gibt es diejenigen Menschen, bei denen, für die man immer Zeit hat. Auch wenn alles spontan ist – man hat nichts geplant und dann doch Lust, etwas zu machen. Oder gerade eben ist ein anderes Date geplatzt. Seltsam. Woran liegt das? Wer Antworten hat, bitte melden...


Der Gral der Kunst

Dass der Regisseur das Stück einfach so in Afrika spielen lasse, finde sie unmöglich, sagt die ältere Dame, die sich gerade noch beharrlich weigert, auch nur einem Darsteller zuzuklatschen. Ein Wunder, dass sie noch Luft hat für diese Worte, nachdem sie die letzen Stunden abwechselnd empört die Luft angehalten und Entsetzenslaute ausgestoßen hat.  Der Herr, der in der Pause Champagner kauft, findet die dicke schwarze Frau auf der Bühne – die Urmutter – einfach nur hässlich: Und das sei doch keine Kunst mehr. Willkommen in Bayreuth.

Nachdem die Prominenz und Bunte wieder abgereist sind bleiben dort die hartgesottenen Wagnerianer und das „auch-ich-war-dabei“-Publikum übrig. Und die finden die Schlingensief-Parisifal-Inszenierung auch im zweiten Aufführungsjahr einfach unerträglich skandalös.

Der unvoreingenommene Besucher kann allerdings keinen Skandal erkennen: Es ist eine Wagner-Inszenierung aus dem 21. Jahrhundert. Temporeich, bilderreich,. ein bisschen provokant. Christoph Schlingensief überhäuft das an sich schon mythologisch überfrachtete Stück mit einer Bilderflut – teils sehr nah am Stück teils mit viel Interpretationsspielraum. Aber das Bühneweihestück hat er damit noch lange nicht entweiht. Vielmehr möchte er die Menschen, die die Musik auswendig kennen, das Stück viele Male gesehen haben, zwingen, sich auch mit der Inszenierung auseinander zu setzen – eben einen neuen Blick auf den Parsifal zu werfen.

Aber gerade Bayreuth ist halt für viele Anhänger noch Kunst im Elfenbeinturm – fern vom hier und jetzt und damit auf dem besten Wege, zum Friedhof zu werden. Was ja eben durch die Berufungen Schlingensiefs, Christoph Marthalers in diesem Jahr und ursprünglich Lars von Trier für den Ring 2006 (nach seinem Absprung übernimmt das Tankred Dorst) verhindert werden sollte.Ein Graus für die Alt-Wagnerianer: Dabei sucht Schlingensief die Auseinandersetzung mit dem Festspielpublikum. Er ist da, will mit den Menschen sprechen – und wird mal wieder gnadenlos ausgebuht. Und so bleibt die spannende Frage, was von diesem Gastspiel des Enfant terrible der Kunst am Grünen Hügel übrig bleibt...


Sommerloch oder echter Aufreger?

Die Bierkrüge sollen also kleiner werden. So stand’s jedenfalls in der tz unter der Überschrift "Bier-Revolution". Das Aus für den Maßkrug – dem Inbegriff der bayerischen Trinkfestigkeit und dem Sehnsuchtsbild aller Australier und Italiener? Denn ein Liter Bier das ist weltweit schon etwas besonderes. Und ein schlimmer, der Maß mit Maßlosigkeit gleichsetzt. Obwohl es von Nicht-Bayern ja genauso ausgesprochen wird...

Biergarten_regenWird man denn nun tatsächlich maßlos ob der großen Gläser? Schaut man sich die Italiener auf dem "festa della birra" an – ja. Die Australier, die nur wegen der "Beerparty" um die halbe Welt reisen – ja. Die Bayern – leider auch häufig. Denn sind wir doch mal ehrlich: Menschen, die normalerweise in sagen wir einmal einer Stunde eine halbe Bier trinken, eben die trinken auch eine Maß in derselben Zeit, wenn man ihnen eine hinstellt. Getreu dem Motto: Zeiteinheit – Einheit Bier – Bier muss weg. Und weil wir gerade bei den Einheiten sind: sie trinken meistens sowohl die Halbe wie auch die „Preißn-Hoibe“ in derselben Zeit. Was sagt uns das? Maßkrugtrinker werden schneller blau.

Die Maß Bier hat aber noch einen anderen, essentiellen Nachteil. Das Bier steht ab. Und zwar genau dann, wenn man es eben nicht schnell genug trinkt. Weshalb meistens Variante siehe oben eintritt. Oder bei Langsamtrinkern der Fall, dass von der häufig eh schlecht eingeschütteten Maß der Rest auch noch weggeschüttet wird. Man also schlicht und ergreifend für eine gute halbe Bier einen ziemlich exorbitanten Preis zahlt. Und das alles für das Maß aller Gemütlichkeit.

Aber genau letzteres ist der Grund, weshalb der der Bayer auch in Zukunft nicht Maß halten wird, sondern im Biergarten die Maß halten. Und der Chef der Bayerischen Brauer, Michael Weiß, der eben laut tz kleinere Gläser möchte – und ich, die ich zumindest im Biergarten auch eine halbe Helles haben möchte, werden keine Revolution (Brockhaus: ein von unten ausgehender radikaler Umsturz  von bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse) anzetteln können


Jetzt aber nochmal raus!

Achtung! Der Sommer kehrt zurück – jetzt schnell raus, denn wer weiß wie lange er bleibt (einen Tag? Zwei Tage?) und viele Gelegenheiten für die Lieblingssommeraktivitäten wird es wahrscheinlich nicht mehr geben. Also heißt es vorbauen für die kalte Jahreszeit – denn subjektiv betrachtet, war es in der Rückschau nämlich dann ein richtiger Sommer, wenn man seine persönliche "Es ist wieder Sommer-Aktivitäten" gemacht hat. Anscheinend scheint das Gedächtnis eben nur partiell Dinge abzuspeichern.

Und da haben in diesem Jahr diejenigen, die zu Beginn der warmen Jahreszeit etwas von „es geht ja erst los“ gesagt haben, klar die schlechteren Karten. Meine Kollegin Barbara war eindeutig cleverer: Schon am ersten warmen Wochenende hat sie schon das ultimative "der Tag hat vierundzwanzig Stunden und Schlaf brauchen wir keinen Programm durchgezogen". Und, was war: der Sommer gab ihr Recht. Also: machen, merken – für wärmende Erinnerungen!

Es war kein Sommer ohne...

...einen Nachmittag im Englischen Garten – faul in der Wiese liegen, den Eisbach-Surfern zuschauen, danach einen Caffé im Tambosi mit Blick auf die Theatinerkirche trinken. Und am Abend am Gärtnerplatz Piazza-Feeling genießen. München Sommer pur halt.

...Open Air Kino im Westpark – ups, da heißt es beeilen, denn das geht nur noch bis zum 31.August.

...Spaghetti-Eis.

...im Olympiapark sitzen, Wein trinken und einen Superstar zwar nicht zu sehen aber immerhin zu hören – aber darauf müssen wir bis nächstes Jahr warten, denn das Konzertereignis dieses Open-Air-Sommers, U2, hat’s gründlich verregnet.

...einen Nachmittag im Paradies – welches natürlich jeder für sich definieren kann. Ich mein das Paradies bei Feldafing. Sprich: Baden mit Alpenpanorama und auf dem Heimweg in Leutstetten einkehren.

...Grillfest – was ja für Menschen mit Garten ein häufiges Sommer-Event ist, ist für Wohnungsmenschen schon was besonderes. Und wenn jetzt nicht ganz schnell was passiert, bleibt mir 2005 als Sommer mit nur einmal grillen in Erinnerung.

...eine Radtour die Isar lang zur Waldwirtschaft.

...Tollwood – und da konnte man glücklicherweise in diesem Jahr einige schöne laue Abende verbringen.

...mit wildfremden Menschen auf einem Straßenfest für einen Abend Freundschaft schließen. Wer darauf Lust hat, hat nicht mehr viele Gelegenheiten – vielleicht noch das Streetlife-Festival auf der Leo am ersten Septemberwochenende. Obwohl das ja schon fast wieder zu groß ist.

...einen Shopping-Nachmittag in der aufgeheizten Innenstadt und sich wundern, wer in aller Welt jetzt Wintermäntel kaufen mag.

...einen richtig langen Biergarten-Abend mit vielen Freunden.


Dieses Wochenende ist Ferragosto

Und in München heißt die Devise: Innenstadt meiden! Denn neben den üblichen Mitt-August-Touristenscharen tummeln sich tausende von Jugendlichen, die sich hier auf den Weltjugendtag vorbereiten, der ab Dienstag in Köln stattfindet. Dazu plant die Stadt auch für Samstag den München-Tag. Also wer sich nicht mit jungen Menschen über Gott und die Welt unterhalten möchte, sollte besser daheim bleiben. Wer es möchte, hat dieses Wochenende die Gelegenheit dazu – schließlich heißen die Tage auch „Tage der Begegnung“.

Normalerweise hat man um diese Zeit als Münchner seine Stadt für sich allein – also abgesehen von den schon erwähnten Touristen – und wenn man dann all diejenigen Plätze meidet, die in Reiseführern mit einem Stern als sehenswert gekennzeichnet sind, ist es hier richtig schön. Denn fast alle anderen Münchner treffen sich gerade irgendwo in Italien wieder. Wobei ja kein normaler Mensch freiwillig zu Maria Himmelfahrt an Italiens Strände fährt. Ferragosto! Für alle, die es vergessen haben. Italien ist in Party-Laune. Die Städte sind tot und alle Italiener beim Feiern am Strand. Eine Stimmung wie am zweiten Wiesn-Wochenende.

Hier ist der 15. August ja eher ein stiller Feiertag. Man könnte es auch fad nennen – besonders wenn wettertechnisch die ganzen Schön-Wetter-Aktivitäten, die nie fad werden, ausfallen. Und genau das ist zu befürchten. Nix mit Biergarten, See, Radeln, Open-Air-Kino. Und so werde auch ich es ruhig angehen lassen dieses Wochenende. Urlaub planen. Vielleicht am Sonntag in die Lisboa Bar – hier spielt ab 19 Uhr „Bossa Tres“ (Breisacher Str. 22). Quasi als Entschädigung für einen nicht-stattgefundenen Lissabon-Trip.

Am Freitag aber mache ich Urlaub in München - lasse den Tag erst mal ganz entspannt beginnen und gehe ins Maria zum Frühstücken. Für mich immer noch einer der schönsten Flecken nicht nur im Glockenbach-Viertel, um einfach mal den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen (Klenzestr. 97 ) Und irgendwann werde ich dann weiterbummeln zur Götterspeise (Jahnstr. 30) - ein bisschen Schokolade kaufen, um dann ausgerüstet zu sein für das Wochenende. Da gehe ich nämlich ins Kino: "Charlie und die Schokoladenfabrik". Mit Johnny Depp, die Vorlage von Roald Dahl, verfilmt von Tim Burton. Das ist genau das richtige für ein herbstlich anmutendes Sommerwochenende.


Wer ist schon fit wie ein Turnschuh – und wie fit ist der eigentlich?

 Es ist so eine Sache, die Sache mit der Fitness. Es soll ja Menschen geben, die sich gern, ausgiebig und freiwillig bewegen – sprich Spaß daran haben. Leider gehöre ich grundsätzlich nicht dazu. Leider? Nun, das ist eine in mir gereifte Erkenntnis – vielleicht der erste Schritt zu einem körperbewussten Leben? Früher war alles einfacher: Da gab es auf der einen Seite die gestählten sonnengebräunten im Sommer Surfenden und im Winter Skifahrenden. Und auf der anderen Seite, die Intellektuellen – wir haben uns jedenfalls dafür gehalten und uns so gegeben: noble Blässe, belesen und die anderen leicht belächelnd. Die Welt war in Ordnung – gut und schlecht klar aufgeteilt. Und jeder irgendwo zufrieden mit seiner Rolle.

Doch dann kamen die 90er. Es gab nicht nur mehr Aerobic, das frau ja mit fug und recht als affig abtun konnte. Statt dessen ein Boom der Fitness-Szene mit einer immensen Auswahl an Möglichkeiten von Chi-Gong über Boxen bis Yoga und Pilates mit tausend Mischformen. Banales Rückentrainig hieß plötzlich Healthy Back. Aus Radln wurde Spinning. Und frau musste sich auch nicht mehr in alberne quietschbunte Trainingsleggins mit Stulpen werfen, um im Fitness-Center aufkreuzen zu dürfen. - Fit war fun, frau war wellfit, der Body wurde selbstverständlich in Shape gebracht und sogar Men legten plötzlich wert auf ihre Health. Und Intellektualität war weniger wert denn je.

Das hinterlässt Spuren. Bei jedem noch so fitnessresistenten, rauchenden, weinliebenden, gern essenden, sich für ach so intellektuell haltenden – über 30jährigen. Spätestens dann. Denn blöd sind wir ja doch nicht – und irgendwann dämmert einem, dass das alles zusammengenommen eine ganz schlechte Kombi für die Zukunft ist. Und nachdem die No-Future-Bewegung zwar heute aktueller denn je wäre, aber seit den 80er definitiv vorbei ist, ist es an der Zeit, was für seine eigene zu tun. Nicht nur geistig.

Und an diesem Punkt begann mein Kampf. Und die Frage, ob es denn nicht doch irgendwas gäbe, was auch Spaß machen kann. Stimmt ja auch nicht ganz – ich wurde beispielsweise durchaus mal zu einer Woche Wandern in Südtirol gezwungen. Das hat richtig Spaß gemacht. Aber man braucht ja was für immer. Und manchmal braucht man auch jemanden der mitmacht.

Also habe ich es mit einem Frauenstudio probiert – dachte, so unter uns läuft das ganz entspannt. Aber in einem Studio ohne Cardio- und Krafttrainingsbereich (Frauen wollen ja immer das Gemeinschaftserlebnis des gemeinsamen Hobsens) - alt genug bin ich ja nun, dass dabei gleich meine Zickenalarmglocken hätten läuten müssen. Auch schon versucht: Kieser-Training. Die, die als Sammelbecken alle Fitnessmuffel aufsammeln, die freiwillig keinen Schritt in ein herkömmliches Studio setzen würden. Mit großem Erfolg. Aber der Schweizer Herr Kieser hat eine klassisch deutsche Einstellung: Es muss nach Arbeit aussehen. Spaß soll es nicht machen. Anders lässt sich die tristgraue Einrichtung mit Metallsammelduschen nicht erklären. Auch warum das Saunieren nach dem Sport der Fitness abträglich sein soll, ist mir auch nicht ganz klar geworden.

So ein bisschen Wohlfühlfaktor brauch ich schon. Quasi als Belohnung, wenn ich mich schon quäle. Und deshalb bin ich halt in einem ganz normalen Studio gelandet. Mit inzwischen lauter genauso normalen Menschen (na ja, die meisten jedenfalls). Ich hab’s ja kapiert: An der „gesunder Körper und gesunder Geist“-Geschichte ist was dran. Wäre jetzt nur schön, wenn die Fitness-Fraktion auch was für ihren Geist tun würde...


Dieses Wochenende...

...werde auch ich die Stadt verlassen – wie alle. Allerdings ohne mich in die Staus auf den Autobahnen Richtung Urlaub einzureihen. Nein, ich fahre nur nach Landshut. Meine Freundin Steffi erfüllt sich dort unser aller Mädchenträume und wird oben auf der Burg Trausnitz heiraten. Von Papas Prinzessin zur Königin der Herzen – jedenfalls eines bestimmten Herzens. Ich bin sicher, es wird ein wunderbares Fest werden. Obwohl das Brautpaar im August wohl mit etwas wärmerem Wetter gerechnet hätte (wie wir alle).

Aber das Wetter ist ja gar nicht das wesentliche für eine gelungene Hochzeit. Das entscheidende, und das kann ich nach jahrelangem Hochzeitsmarathon sagen, ist das Zusammenspiel vieler Kleinigkeiten. Auf den Punkt gebracht: die Liebe, mit der man die Hochzeit vorbereitet. Die Details müssen stimmig sein: die Location schön, das Essen und der Wein gut, die Musik passend – und ständige Querulanten hoffentlich schon im Vorfeld ausgeschaltet. Und ob das dann eine Hochzeit im Schloss mit 200 Gästen in großer Robe oder eine kleine Hochzeit mit geringem Budget ist, egal – beides kann eine Traumhochzeit sein.

Wichtig ist, dass dieser Tag zu einem persönlich passt. Nicht zu den Eltern, sondern zu einem selbst. Und je mehr man deshalb selbst vorbereitet hat, je persönlicher das Fest also wird – umso schöner wird es. Und damit allen Brautpaaren: Alles Gute und ein schönes Fest!

Apropos persönlich – hier mein Tipp für das Wochenende in München: Schau’n Sie doch mal wieder beim Vogler vorbei (damit sich wenigstens einer über den verregneten Sommer freut): Am Freitag spielt dort ab 21 Uhr das Johannes Faber Quartett mit der Saengerin und Pianistin Karen Edwards. Ich muss ja zugeben: Ich habe ein Faible für Jazz-Trompeter – sie sind in meinen Augen fast so sexy wie Klarinetten-Spieler. Und Johannes Faber spielt wirklich ganz wundervoll. Anhören und einen Cantalupi dazu trinken! Am Samstag dann können Sie eine von Thomas Voglers Lieblings-Formationen hören: Es ist Latin-Nacht mit „Buena Vida“. Auch hier Beginn 21 Uhr - Eintritt 6,- Euro! Wo: Jazzbar Vogler, Rumfordstraße 17.