Alle Macht dem Stärkeren
Auf- oder Abwertung der Innenstadt?

Die Schranne - ein City-Tollwood

Das Getöse um die Schrannenhalle hört nicht auf. Jahrelanger Krach im Vorfeld und kaum hat sie eröffnet, raubt der Krach den Anwohnern den Schlaf. Dabei ist sie ja wahrlich nicht als Großraum-Innenstadt-Disco geplant gewesen. Sondern als Markthalle. Doch tagsüber ist von beidem wenig zu spüren. Weder ein Flair von Event-Location noch geschäftiges Treiben als Weiterführung des Viktualienmarktes. Und so bleibt der Eindruck: das ist nichts halbes und nichts ganzes. Was ist es eigentlich?

Raumgefühl entsteht schon mal keines - und das ist schade, denn damit ist die Architektur verschwendet. Man bummelt durch, von einem Ess-Ständchen zum anderen, dazwischen etwas Handwerk und drumrum ein bisserl Kultur. Kommt einem das nicht bekannt vor? Hier das ganze natürlich nicht alternativ sondern eher chichi. Viel Champagner und wenig neues, vor allem sind auch hier diejenigen präsent, über die man eh überall in München stolpert wie Höflinger.

Schade. Eine vertane Chance. Es hätte Weltstadtflair bringen können und ist dabei auf dem 80er Jahre Kir-Royal-Niveau hängen geblieben. Wer auf der Suche nach kleinen interessanten Läden ist, geht ein paar Schritte weiter ins Gärtnerplatzviertel. Und wer es schicker mag in die Fünf Höfe. Die einzige Hoffnung, vielleicht wird's ja ohne Wiesn-Deko besser...

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