Auf- oder Abwertung der Innenstadt?
Kassiert doch die Raser endlich ab!

Endlich ein Ende mit der Wiesn

Halleluja, das letzte Oktoberfest-Wochenende ist angebrochen. So eine immense Wiesn-Antipathie hatte ich glaub ich noch nie. Der berühmte Funke ist diesmal gar nicht übergesprungen. Und mir ist nun mal ein Glas Rotwein und Jazz im Hintergrund wesentlich lieber als Bier und Blasmusik. Die Massenbegeisterung für Ballermann-Feeling, dumme Partymusik und Zelte, die am Wochenende um kurz nach 9 Uhr morgens voll sind, kann ich schlicht nicht nachvollziehen. Wer in aller Welt geht um diese Zeit zum Saufen? Das ist doch krank - und da braucht mir niemand etwas von Gemütlichkeit erzählen. Da verkommt das Oktoberfest zur Rauschstation Sehnsucht.

Ich bin froh, wenn die ganzen Wiesn-Devotionalien aus der Stadt wieder verschwinden. Einem nicht mehr ständig Menschen mit ach so witzigen Kopfbedeckungen begegnen oder pseudotrachtlerisch aufgrüscht wie ein Brauereiross. Diejenigen, die glauben, den Tag mit einer Maß Bier beginnen zu müssen, wieder als Gratler bezeichnet werden und die, die Schampus aus dem Maßkrug trinken als dekadent. Im öffentlich rechtlichen Fernsehen Frauen nicht mehr auf ihren Ausschnitt degradiert werden. Wieder abends etwas unternehmen zu können, weil man auf dem Heimweg in der U-Bahn nicht nur grölende Massen hat oder auch wieder ein Taxi bekommt. Oder überhaupt wieder Menschen zu treffen, weil sie nicht entweder auf der Wiesn sind oder ihren Rausch vom Vorabend ausschlafen müssen. Wieder Menschen in die Stadt kommen - nicht nur des Bieres wegen. Die Theater nach dem Oktoberfest den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Und mit dem Oktober ein wunderbarer Monat anfängt...

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