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März 2007

Kulinarische Impressionen

Wiener Schnitzel - obligatorisch. Tafelspitz - sensationell. Gulasch - ehrlich. Sacher Torte - überschätzt, egal von wem das Orginal sein soll. Lieber die Haustorte - egal wo. Wiener Backfleisch - hmm. Bärlauch - momentan offenbar mehr als angesagt in der Stadt. Erdäpfel-Vogerlsalat - sonst ist Salat ja eher Mangelware. Suppe - an jeder Ecke. Wie auch Würstel-Stände. Belegte Brote. Palatschinken, Strudel - süß und salzig.


Erkenntnisse

Und wenn man mal wieder versucht ist, vielleicht nicht einmal abzuerkennen, aber auch nicht anzuerkennen, was Mütter leisten, dann leihe man sich für eine Woche zwei Kinder aus. Alternativ kümmere man sich um die eigenen Eltern. Und wenn sich Mütter mal bekochen und bebacken lassen, ihnen das Haus geputzt wird, die Wäsche gewaschen und gebügelt, für sie eingekauft wird. Sie chauffiert werden. Dann haben sie das wahrscheinlich auch mal verdient. Und noch wahrscheinlicher können Sie's eh nicht genießen, weil wenn sie der Krankenstand nicht in die Lage zwingen würde, würden Sie es eh selber machen. Wie ihr Leben lang.


Positiv denken, ein Versuch

Ja, ich habe der Versuchung widerstanden, die Sommerreifen aufziehen zu lassen, die kaum getragene Winterkleidung in die Reinigung zu geben, Schal und Mützen wegzuräumen, die Wollpullover einzumotten, die Heizung abzudrehen, den Balkon zu begrünen. Und das war eine weise Entscheidung.


Gebt's ma an Schnaps

Ja, auch mir, obwohl ich diese Art von Getränken normalerweise nicht zu mir nehme. Aber inzwischen ist es mir klar: das Verlangen in der Provinz nach einem Obstler oder ähnlichem - und tut mir leid, ich kenne bedeutend mehr Menschen ebendort die Schnaps trinken als in der großen Stadt - dabei erinnere ich mich nur an ein Fest, in sehr jungen (vom heutigen Standpunkt aus betrachtet), bei dem meine Freundin U. ihren damaligen Freund aus Straubing (das sich ja selbst als Gäubodenmetropole also Provinzhauptstadt bezeichnet) mitbrachte und der sich darüber echauffierte, dass es bei meinem Fest keinen Schnaps gab, was mich völlig vor den Kopf stieß, denn Schnaps gibt es bis heute nicht auf meinen Festen (allerdings bin ich inzwischen in der Lage nach einem schönen Essen einen Edelbrand zu servieren) - naja, der Typ war eh nix und inzwischen hat sie einen geheiratet, der zwar aus einem Dorf stammt, aber dennoch so gar nicht provinziell ist... Aber das Verlangen in der Provinz nach einem Obster oder ähnlichem rührt wohl auf der einen Seite durchaus aus der Küche - und ich bleib dabei: Essen, das einen Schnaps erfordert, sollte man sich sparen!  Aber das Verlangen in der Provinz nach einem Obster oder ähnlichem rührt, verehrter Leser, ebenso aus der ständigen Nähe zu den Eltern...


Die Freuden des Gartenbesitzers

Nur Stadtmenschen träumen von Gärten. In die sie sich bei schönem Wetter setzen könnten. Also seufzen sie, wenn sie sich bei schönem Wetter auf ihrem Balkon niederlassen: Ach so ein bisschen Grün wäre doch schön. Und dann lassen sie sich nieder. Trinken Tee, lesen. Während Gartenbesitzer bei schönem Wetter sich aufmachen in ihren Garten. Und Bäume zuschneiden, Blumen pflanzen, Unkraut jäten, Rasen mähen... Und wenn sie dann die Terasse gekehrt haben und sich endlich raussetzen könnten, ist die Sonne weg.


Provinziell gesehen

Was auch immer das ist. Grundsätzlich würde ich sagen, eine Einstellung. Und die kann auch in der sogenannten Großstadt zu Hause sein: Engstirnigkeit nämlich. Vielleicht habe ich ja die nächsten Tage etwas Zeit darüber nachzudenken... Ob ich Ihnen, verehrte Leser, das dann auch mitteilen kann, ist die andere Frage. Denn was tatsächlich provinziell in der kleinen Stadt ist, sind meine Möglichkeiten ins Internet zu kommen. Ich sag's ja, ausgeschlossen von der weiten Welt. Jetzt habe ich schon überlegt, ob man nicht bei irgendwelchen Nachbarn klingeln könnte... Aber ich sehe ja, dass es kein Wlan für mich gibt. Ansonsten gibt es noch ein ranziges Internetcafé - zum Schreiben mehr als uninspirierend.

Also kann es sein, dass es hier ein bisschen ruhig wird. Aber wer will, kann sich ja nochmal die Geschichte über die kleine Stadt ansich durchlesen, die eh zu wenig beachtet wurde. War das nicht auf Aufforderung jenes Herrn? Aber das hat ihm dann wohl alles nicht gefallen... Dafür hat er sich letzte Woche selbst ein Bild gemacht - bei den Jesuiten und im Kaffeehaus...


Bücher über Bücher

Bücher sind doch was schönes...

Gebunden oder Taschenbuch?
Schon lieber Hardcover. Weil's schöner aussieht, weil ich sie dann „frischer“ gekauft habe. Wenn ich aber keine Neuerscheinungen kaufe, dann doch Taschenbuch.

Amazon oder Buchhandel?
Eigentlich immer Buchhandel. Es ist sinnlicher, die Bücher in die Hand zu nehmen. Auch wenn ich dadurch mehr kaufe als geplant.

Lesezeichen oder Eselsohr?
Lesezeichen. Die dann im Buch bleiben – es ist schön, alte Karten und Briefe irgendwann so wiederzufinden.

Ordnen nach Autor, nach Titel oder ungeordnet?
Sehr kompliziert: Nach Sachgebieten  - also Reiseführer, Kochbücher in einen Regal im Flur. Geschichte, Politisches, Wissenschaftliches im Arbeitszimmer. Belletristik im Wohnzimmer, geordnet nach Genre, Epochen, Ländern etc. Also außer mir hat keiner eine Chance hier ein Buch zu finden.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Ja, seufz. Hatten wir schon mal.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Keine Präferenz.

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Mit. Dann ist im Zweifelsfall danach der Schutzumschlag dreckig – und dann kann man ihn ja auch entsorgen.

Kurzgeschichten oder Roman?
Romane. Mehr als Kurzgeschichten jedenfalls.

Sammlung oder Anthologie?
Lieber Sammlung.

Harry Potter oder Lemony Snicket?
Harry.

Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel endet?
Ich konnte früher nie aufhören. Heute schon. Aber ungern vor Ende des Kapitels.

„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal“?
Es war einmal ein kleines pummeliges Mädchen, das kurzsichtig war und keiner hat's gemerkt. Aber ballspielen war nicht der Hit – doch dann lernte das Mädchen lesen...

Kaufen oder Leihen?
Als Kind Dauergast in der Leihbücherei gewesen. Heute will ich selbst besitzen.

Neu oder gebraucht?
Doch neu.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Gibt wenige Menschen, denen ich vertraue. Denen aber (fast) immer. Ich lasse mich meistens treiben: Höre, lese was über ein Buch und wenn es zu mir kommen soll, kommt es auch.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Ich halte es für einen Mythos, dass der erste Satz der entscheidende sei. Er entscheidet, ob ich weiterlese... Die Qualität eines Autors erkennt man, ob er es schafft, einen guten Schluss zu schreiben.

Morgens, mittags oder nachts lesen?
Abends vorm Einschlafen. Morgens selten, da greife ich zur Zeitung. Aber mal mittags in der Sonne oder im Café...

Einzelband oder Serie?
Einzelband. Serien hab ich zuletzt mit Hanni und Nanni , Dolly, Fünf Freunde, TKKG und Burg Schreckenstein gelesen. Oder … ähm … na gut, vielleicht noch diesen Zauberjungen da. (Sorry Anke, das ist jetzt eins zu eins). Nein, ich muss noch ergänzen: Tom Ripley natürlich.

Lieblingsserie?
Tom Ripley.

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
Huch, vielleicht eher unbekannt: Der wiedergefundene Freund. Und zwar beileibe nicht unbekannt, aber ich kenn niemanden, der's gelesen hat (nicht mal meine lieben Deutschlehrerinnen-Freundinnen - Schande über euch!): Die Buddenbrooks.

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Im Schatten des Windes (lesen!!!!).

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Schwierig. Jede Zeit hat so ihr Buch. In jungen Jahren „Demian“ von Hesse. Irgendwann Kundera „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“. Ganz wichtig war auch Bachmann „Malina“. Und mein Alltime-Favorit: Feuchtwangers „Erfolg“.


via Anke, auch gesehen bei Liisa und bei Loreley


Neue Hobbies

Wer in München auf Wohnungssuche ist, entwickelt neue Hobbies: Stadtteilspaziergänge. Hey, eine schöne Sache. Nur langsam glaube ich, ich kenne mich in München wirklich aus. Und wenn man dann die Klassiker kennt, also jetzt endgültig und fast schon jeden Bäcker in einem Viertel, in dem man gar nicht wohnt, dehnt man die Runden aus. Gibt ja auch andere Wohngebiete. Dann kann es plötzlich passieren, dass man in einer unbekannten Gegend vor etwas steht, dass einen vertraut vorkommt. Und feststellt: Das kenne ich doch. Ja, wenn jemand über seinen Hausbau gebloggt hat - kein Wunder.


Ist es die da?

Nun sagt man ja so gemeinhin, Raucher hätten einen schlechten Geruchssinn. Das mag ja stimmen, aber mirt wird Angst und Bange ob des Geruchsinns mit dem Rauchen aufzuhören. Was auch ich mir natürlich überlege, wobei das weniger mit der zunehmenden gesellschaftlichen Ächtung des Rauchens zu tun hat, im Gegenteil, so ein bisschen Revolutertum und Bewahrung des Existentialistischen muss schon sein, als viel mehr meine zunehmend gesundheitliche Verantwortungshaltung. Aber wenn mit dem Verzicht auf Zigaretten eine stärkere Geruchsfähigkeit einhergeht, dann habe ich ein Problem. Denn das Problem der Geruchsbelästigung habe ich heute schon. Massiv.
Gestern abend, Residenztheater, wie im Residenztheater üblich, das Stück zwar nicht intellektuell, aber intelligent anspruchsvoll, was mich immer wieder zu einer gewissen Schläfrichkeit führt. Bei allem Interesse. Also tief Lust holen. Nein, keine Luft holen. Es müffelt. Diskreter Blick um mich. Das Publikum ist, wie das Stück, typisch - bürgerlich intellektuell, schon etwas älter. Einer von euch ist es. Einer von euch denkt immer noch, einmal baden in der Woche reicht - und es ist Ende der Woche. Einer von euch. Einer von euch Männern, die ihr eure Büro-Anzüge jetzt im Ruhestand an solchen Abenden auftragt. Männer sind in solchen Fällen immer schneller verdächtig. Aber vielleicht ist es auch die Dame, der niemand, auch ihr Spiegel nicht, gesagt hat, dass man zu sehr Halsbetonenden Schmuck ab einem gewissen Alter nicht mehr tragen sollte. Oder die, die sich in ihrer Kandisman-Uniform ganz jugendlich fühlt. Die, die die Spuren des Alters mit Schminke übertüncht. Oder die, garantier mal Lehrerin war? Schnuff. Schnuff. Mir kommt meine immer nach Kotze stinkende Mitschülerin in den Sinn , die direkt neben mich gesetzt wurde. Die schlimmsten Wochen meiner Schulzeit. Ich sollte mich auf das Stück konzentrieren und nicht halbvergessene Erinnerungen hochkramen. Aber damals, es war hart: Das arme Mädchen hat unter ihrem ständig in der Weltgeschichte umherversetzen Vater-Offizier gelitten. Was sich in einem sehr nervösen Magen niederschlug. Irgendwann auch während des Unterrichts - neben mir - danach ward sie nie mehr an unserer Schule gesehen. Erinnerungen können einen auch Gerüche wieder in den Sinn rufen... Meine Mutter gab damals den Ratschlag, mir einen Tropfen Parfüm unter die Nase zu tun. Wo habe ich vorher...? Diskretes Streichen am Haaransatz....
Und nein, ich möchte keinen besseren Geruchssinn - mir langt meiner schon.


Frustblogging-Splitter

Jetzt notieren Sie sich doch endlich mal ihre Kundennummer! Die Kollegen nehmen Sie ja immer wieder auf! Ach, und Sie bestellen sowohl übers Internet wie auch telefonisch.... - Und haben Sie jetzt damit ein Problem, verehrte Dame vom Kartenservice des Residenztheaters??????????

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Donnerstag mittag: Endlich Bayern 1 gefunden - was nicht kommt, ist der Salvatoranstich. Live-Streaming funktioniert auch nicht (kann aber auch an mir liegen). Oder behält sich der Bayerische Rundfunk die Möglichkeit zum Schneiden vor?

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Die Beantwortung von höflichen Anfragen sowohl beruflich wie auch privat gebietet die Höflichkeit. Und wenn es mit einem Nein ist. Aber ich frage ja gerne mehrmals nach...

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Tausendmal umplanen, weil jetzt wieder alles anders ist? Kein Problem, mach ich ebenso gerne.

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Bei neuem Zahnarzt gewesen: ach so kann eine Zahnreinigung auch ablaufen?


Bergsteigen, mal wieder

Früher, ja früher gehörte das dazu. Es hat eine gewisse Tradition in der Familie. Wer immer Zeit hatte, hat sich den Salvatoranstich am Nockherberg live angehört. Bei uns in der Küche, wo immer noch das alte Grundigradio aus den 50er Jahren steht. Meine Eltern machen das heute noch so. Sie wissen auch auf Anhieb, wo sie Bayern 1 finden. Ich dagegen muss jedes Jahr im Vorfeld wieder nachschauen. Schließlich höre ich den Sender genau einmal im Jahr - eine Stunde. Aber eines hat sich nicht geändert. Wann immer es geht, versuche ich die Zeit zu haben, mir den Salvatoranstich auch anzuhören. Wobei er in diesem Jahr auch per Livestream übertragen wird. Und ich bin hin- und hergerissen ob Radio oder Internet. Ich bin auch hin- und hergerissen, ob des neuen Redners - aber nur deswegen, weil ich Bruno Jonas schlicht überragend fand. Und im Laufe der 25 Jahre, die mich der Nockherberg schon wissentlich begleitet, gab's verschiedene Redner. Und auch verschieden gute. Und ein Jahr kann das ganze furchtbar schlecht gewesen sein - und dennoch hat man im nächsten wieder eingeschalten. Hat eben dazu gehört. Also auch in diesem Jahr wieder.


Flickenteppiche und ihre Entsorgung

Ja, an Freundschaften nagt der Zahn der Zeit. Die nagenden Zähne in Form von Kindern, neuen Städten, anderen Lebensentwürfen und auch einfach von Beziehungen. Und es gibt leider die, die Freundschaften, in denen ein jeder dieser Lebensschritte - neue Liebe, Zusammenziehen, Hochzeit, Kind, Haus, zweites Kind - einmal kräftig zubeisst. Und am Ende ist das ganze ein löchriges Etwas, reif für die Mülltonne. Denn wer stopft denn heute noch Löcher?

Und dennoch, es will mir nicht in den Kopf. Und ich verstehe bei keinem dieser Lebensabschnitte den Grund, das gewesene sein zu lassen. Denn das gewesene hat mich zu dem heute geführt. Und das gewesene war und wird letztlich auch immer sein, sei es auch nur in mir. Weshalb also die Brücken abbrechen. Aus Angst, zurückzuschauen und vielleicht zu kehren? Wieso können so viele Menschen die Vergangenheit nicht mit in die Zukunft nehmen?

Manchmal nagt der Zahn langsam - er knirscht wie Menschen im Schlaf. Lange unbemerkt bis plötzlich die Zahnschmerzen da sind. Und manchmal ist es wie ein falscher Biss. Und der Zahn ist kaputt. Aber eigentlich gehe ich doch dann auch zum Zahnarzt. Nur alte Freundschaften, die reisst man raus...

Und natürlich sieht man sich nicht mehr täglich, vielleicht auch lange nicht. Natürlich haben andere Dinge und Menschen Priorität. Und dennoch weiss ich, was mich mit dir verbunden hat. Also lass uns anfangen, diese Löcher zu stopfen. Flickenteppiche können auch was schönes sein.

Dieser Text ist ganz sicher nicht U. gewidmet und auch nicht E.. Dieser Text ist ein bisschen dem einen oder der anderen gewidmet, weil die Löcher da grad größer werden. Er ist sicher jemanden gewidmet, bei dem ich nicht weiss, ob sich diese Löcher noch stopfen lassen. Und er ist jemanden gewidmet...


Kurvendiskussionen aus Frauensicht

Wir Frauen sind ja auf seltsame Weise Zahlenabhängig. Während uns aber ein Minus auf dem Konto beim Anblick eines neuen Paar Schuhe nicht stört, gleicht ein Minus auf dem Gewichtskonto, was ja de facto ein Plus bedeutet, einer Katastrophe. Je nach psychischer Stabilität kann dieses Spannungen mit einem selbst und dem direkt betroffenen Umfeld auslösen. Dummerweise verzeichnet die Waage immer einen Plussprung in psychisch labilen Phasen - einmal im Monat. Und dann gerne bis zu zwei Kilo. Und da gibt es nur eine Lösung: Sich in der Zeit nicht wiegen.

Es gibt ja auch Frauen, die das Problem allgemein so lösen und die Waage aus dem Fenster schmeißen. Ich kann Ihnen allerdings versichern: Auch das ist auf Dauer keine Lösung, sondern mündet in der Regel in einer persönlichen Katastrophe. Es sei denn, die Gewichtskontrolle wird regelmäßig anders vorgenommen - nach dem Motto: ich schlüpfe alle zwei Monate in mein Lieblingskleid/Hose. Ist dies die extrem bequeme Cordhose vergessen Sie's! Nix was sich dehnt. Ein Teil, das Sie in Ihrer persönlichen Hochphase gekauft haben, was dann de facto wahrscheinlich die persönliche Tiefphase war, bietet sich mehr an. Eng sitzende Dirndl, auf Taille gearbeitete Abendkleider sind gute Lösungen. Gleichzeitig kann das eigentlich nur schiefgehen, denn diese Kleider trägt man nur mit einer Woche Vorbereitung in Form von Kohlehydratverzicht.

Wir drehen uns im Kreis und die Zahlenabhängigkeit bleibt auch in der Kleiderfrage: Muss ja die richtige Größe haben. Und Hersteller, die uns plötzlich in zwei Nummern größer zwängen wollen, werden per se mit Nichtkauf bestraft. In den USA hat man schon reagiert. Da wird bei manchem Marken einfach das Schild der kleineren Größe eingenäht. Was eine ungemeine Euphorie auslöst, wenn plötzlich eine Größe 4 passt. Man fühlt sich, als hätte man über Nacht Modellmaße bekommen. Andererseits auch ganz selbstbetrügerisch ist: Wieso ich hab immer in Größe 8 gepasst und tu's auch immer noch (also her mit dem Kuchen). Denn irgendwann werden die Hersteller noch eine Größe runterschummeln.

Merken Sie's: Auch hier geht's um Zahlen. Um ein und zweistellige. Die eingenähten Zahlen machen auch einen Einkauf in Italien nicht zum Frauenvergnügen. Darum kommen wir eher mit Handtaschen als mit Hosen zurück. Nochdazu funktioniert in Italien der Kohlehydratverzicht nicht.

Quintessenz der weiblichen Mathematik: Es lebe das Minus. Minus ergibt Plus im Quadrat (neue Kleidung + gute Laune). Und Kurvendiskussionen waren nie überflüssig.