Bio-Schinken bitteschön
Wer hier arbeiten will, muss mit dem Gemüse sprechen und das Schweinchen von den Mutterzitzen bis zum Kotlett begleiten. Er braucht viel Zeit. Und Slow food fängt eben auch beim Service an. Wer meint, hier schnell etwas mitnehemen zu können, der soll gefälligst in einen Supermarkt gehen. Denn viel Personal ist nur für die Atmosphäre gut - von den fünf Menschen, die da stehen, bewegt sich erst nach geraumer Zeit einer Richtung der einzelnen Kundin im Laden. Vielleicht, weil sie ahnen, dass sie eh nur zwei Dinge kaufen wird und an ihrem Einkaufskorb sehen, dass sie vorher schon am Markt war. Und wer hier nicht für mindestens 50 Euro einkauft, die man eh schnell zusammen hat, wird eh nicht ernst genommen. Weil man muss sie schon ernst nehmen, schließlich verkaufen sie hier keine Nahrung sondern eine Lebenseinstellung, auch wenn die Jutesackerl inzwischen überholt sind.
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