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Oktober 2007

Trick or treat

Mein Beitrag zu Halloween: Ich mache in Gedanken schon mal eine Kürbislasagne. Gedanklich vorkochen ist etwas feines... Nur über den süßen Nachtisch bin ich mir noch nicht sicher.


Umweltengel?

Ich bin ein Gutmensch, dachte ich spontan, als ich hier und hier las - aber irgendwie hat's mich nicht losgelassen, die Frage, ob ich das tatsächlich bin...

GUT:

- Ich fahre selten Auto - was ich kann, mache ich mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem MVV.  Aber: ich habe ein Auto - und zwar eines ganz für mich allein. Und bei der Vorstellung, es abzuschaffen, werde ich ganz unwillig. Ausserdem halte ich nichts von Tempo 130.

- FortbewegungII: Ich mag nicht fliegen. Und das spielt bei der Rolle meiner Urlaubsziele durchaus eine Rolle. Gerade bei Wochenendtrips finde ich auch genug Ziele im näheren Umkreis. Dennoch steht Südafrika bei meinen Traumurlaubszielen ganz oben auf der Liste.

- Ich bemühe mich, lokale und saisonale Produkte zu kaufen, am liebsten aus ökologischem Landbau. Allerdings: Auch Orangen und Bananen wachsen nicht in Bayern.

- Gilt auch für Kleidung und Möbel - und ich kaufe gerne nachhaltig, sprich: Dinge, die mehr als eine Saison halten. Um ehrlich zu sein: Wenn mir etwas sehr gefällt, kaufe ich es auch nicht nicht, weil es irgendwo hergestellt wurde... Und ich frage mich schon seit einigen Jahren, ob ich ein Problem damit hätte, Pelz zu tragen...

- Stromverbrauch: Ich achte beim Kauf von Elektrogeräten darauf, dass sie einen guten Energie-Effizienz-Wert haben. Kein Standbay. Allerdings: das ist auch schon das mindestes, was ich machen kann, schließlich lebe ich in einer Wohnung mit Nachtspeicheröfen (hey, dafür kann ich nichts!). Und Trockner halte ich für eine geniale Erfindung.

- Duschen statt Baden- ja.

- Mülltrennen, ja. Wiederverwerten ja. Dinge reparieren statt Wegwerfen. Mir kommt das aber alles eher selbverständlich vor.

- Natürlich gibt es bei mir keine Dosen (ausser Dosentomaten im Winter).

- Aber noch ein Wort zum Kochen: Ich bin nach wie vor bzw. immer mehr der Ansicht, dass Gerichte besser werden, wenn sie stundenlang vor sich hingeschmurgelt haben als wenn man sie mal kurz im Schnellkochtopf kocht.


So werden Trends geboren

Kind, du wirst dich verkühlen. Hat die Frau Mama über Jahre hinweg gepredigt. Egal ob das Kind 13 oder 30 war. Und sie hatte recht, die Frau Mama. Und es wird auch die Frau Mama von irgendwelchen Jungdesignerinnen von Billig-Mode-Marken gesagt haben. Aber man hört ja nicht auf seine Mutter. Und so hielt sich über Jahre: die Hose tief, der Pulli kurz - nur die Gebrauchsanweisung dafür bitte auch ins Fitness zu gehen und Dauerdiät zu halten, lag nie beim Kauf dabei.  Jetzt könnte man denken, dass irgendwann die mütterliche Vernunftsebene gesiegt hat.  Was unwahrscheinlich ist. Viel wahrscheinlich ist vielmehr, dass irgendwelche  superhippen Menschen in superhippen Städten wie London es irgendwann überdrüssig waren. Zum einen ständig einen billigen Abklatsch zu sehen. Zum anderen schon wieder die Aussicht zu haben den xten Winter in Folge mit Blasen-, Nieren- oder Eierstockentzündungen sich rumzuschlagen. Denn wer nicht hören will muss fühlen, sagten schon die Mütter unserer Mütter. Und so wird nun wieder alles verpackt. Weil auch It-Girls nicht immer frieren wollten und die Jungdesignerinnen sich dachten: Recht haben sie.


Störung im Nahverkehr

So jung sei sie gewesen. Sagt die Frau, neben der sich gerade eben ein Mädchen vor die U-Bahn geschmissen hat.  So jung sei sie gewesen. Was könne man in diesem Alter schon für Probleme haben. Das haben vielleicht ihre Eltern, ihre Lehrer, ihre Freunde auch gedacht.


Verleihung des goldenen Knopfes

Verstanden hab ich das ja noch nie: Man kauft eine neue Jacke, einen neuen Mantel, irgendwas, wo Knöpfe dran sind - und das erste, was man machen muss, sind eben diese Knöpfe an einem neuen Kleidungsstück annähen. Wieso sind die nicht angenäht? Jedenfalls nicht so, dass sie jetzt halten würden? Das ist ähnlich wie bei manchen Herstellern, bei denen man erst den Saum an der Hose nachnähen müsste - was aber egal und hinfällig ist, da Hosen eh nur noch für Frauen mit einen Meter achzig Größe verkauft werden und damit alle anderen, also fast alle, erst mal kürzen oder kürzen lassen und dann ist der Saum sowieso neu genäht. Jetzt geh ich aber davon aus, dass nicht nahezu jede Frau die Knöpfe sofort versetzt - womit ein lockeres Annähen selber Sinn machen würde...

Weil aber schlecht angenähte Knöpfe in nahezu jeder Preisklasse eine sind und guter Service keine Selbstverständlichkeit ist, geht an dieser Stelle der goldene Knopf für ausgesprochen freundlichen Service an eine Mitarbeiterin von Beck: Die nahm nämlich die von mir gekaufte Jacke, als sie beim Kassieren die lockeren Knöpfe bemerkte, kurz entschlossen und verschwand in der Schneiderei - wo innerhalb von ein paar Minuten die Knöpfe neu angenäht wurden.


Grüße vom Hauskobold

Jetzt wo ich sie nicht mehr brauche, ist das vermisstgemeldete Sommertascherl also wieder aufgetaucht. Dafür sind die Winterschuhe verschollen - und ich kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, ob ich sie vielleicht entsorgt habe, weil sie kaputt gewesen wären. Vielleicht fristen sie auch bei irgendeinem Schuster seit Monaten ihr Dasein? Seltsame Dinge passieren...

S. hat letzten Winter Stein und Bein geschworen, dass ihr Wintermantel weg wäre. Was umso komischer ist, weil man ja selten mit Mantel das Haus verlässt und dann ohne wieder heimkommt. Gilt für Stiefel übrigens auch. Das ganze führt dann zu Suchaktionen in Wohnungen, die im Laufe der Jahre immer größer geworden sind. Auch wenn nicht damit zu rechnen ist, dass ein Mantel oder Stiefel plötzlich im Arbeitszimmer auftauchen. Aber man weiss ja nie. Und dann gibt es ja auch noch das elterliche Haus mit ein paar Quadratmetern Platz, in dem man zwar seit 15 Jahren nicht mehr wohnt. Aber was sich da alles noch finden kann! Sie glauben's ja nicht.

Irgendwann mal mitgenommen, abgeladen, vergessen, von Muttern aufgeräumt. Und es ward nie mehr gesehen. Aber hüten Sie sich davor, eben dort, wo Sie vermisste Dinge vermuten, einfach mal nachzufragen: "Wie dein Wintermantel (Stiefel/Handtasche/Kamera etc) ist weg? - Ja hier ist er nicht. So was verliert man doch nicht einfach! Du bist doch keine drei mehr! Kannst du nicht nicht endlich deine Sachen in Ordnung halten..."

Wenn sich aber dann, nach einigen Monaten, eben jenes als vermisst gemeldete Teil auch eben dort wiederfindet - in irgendeinem Schrank in irgendeinem Zimmer, wird sich niemand, ausser Ihnen natürlich, an diese mütterliche Standpauke erinnern. Stattdessen: "Natürlich ist es da. Ich hab's da ja auch reingetan. Hättest du mich halt gefragt..."


Raus! Raus! Raus!

Zu was man alles diese letzten Sonnenstrahlen nutzen muss: Kaffee trinken in der Sonne. Blöd schauen. Fenster putzen. Auto waschen. Rad fahren. Spazieren gehen. Durch die Stadt schlendern. Am Markt einkaufen. Ich bin richtig im Stress.

Jede Sekunde nutzen. Ab morgen: Regen. Kälte. Schreibtischarbeit.


Herbstausflug

Eigentlich war's ein riesiger Beschiss. Die Ahornbäume waren schon entlaubt, stattdessen ging's zu wie auf der Wiesn. Herbsttourismus in der Eng. In meiner Erinnerung hatte ich deutlich weniger Menschen und stattdessen deutlich mehr Ruhe abgespeichert. Aber das kommt davon, wenn sich etwas in zwanzig Jahren vom Geheimtipp zum Massenausflugsziel herumspricht. Dafür gab's auf der Fahrt das grandiose Indian Summer Feeling.
Sylvenstein


Aus gegebenen Anlass

Muss ich einige Dinge klarstellen. Nämlich - wie eh deutlich zu lesen auf dieser Seite - alle Inhalte dieser Seite unterliegen dem Copyright. Gerne dürfen Sie diese verwenden. Unter bestimmten Vorgaben. Für eine kommerzielle Nutzung braucht es eine Abdruckgenehmigung und ein Honorar. Aber beschäftigen wir uns mit der Nicht-kommerziellen Nutzung. Dazu braucht es in erster Linie ebenfalls meine Genehmigung. Und wenn ich sehe, dass Bilder von mir ohne Erlaubnis und ohne Quellenangabe auf einem anderen Blog sind, werde ich sauer.

Und ganz ehrlich: Wie blöd ist denn das? Man könnte doch erstens nett fragen (und die Antwort auf die Frage abwarten und zwar länger als eine halbe Stunde) und zweitens mit einigen freundlichen Worten auf die Quelle hinweisen und diese verlinken.

Ich darf mal wieder einen Musterbrief aufsetzen:
Liebe Helga,
wir kennen uns leider nicht (ich hab auch noch nie dein Blog gelesen oder dort kommentiert, denn ich bin durch eine Google-Abfrage darauf gekommen), aber ich würde gerne ein Bild von dir verwenden auf meiner Seite. Sollte ich nicht innerhalb einer Stunde ein ja von dir bekommen, mache ich es eh. Deinen Namen zu nennen oder dabei auf deine Seite zu verweisen, halte ich dabei nicht für nötig. FALSCH!

Zum Erfolg führt vielmehr:

wir kennen uns leider nicht, aber ich lese gerne und regelmäßig dein Blog - leider bin ich nicht der große Kommentierer;-) Besonders begeistern mich deine schönen Bilder. Eines davon würde ich gerne als Banner in mein Blog nehmen. Selbstverständlich unter Copyrightangabe und Verlinkung auf deine Seite.


Ja, da müss ma mal schauen...

Sie sind Handwerker und brauchen gerade eine Schulung im Umgang mit hysterischen Frauen? - Setzen Sie sich mit mir in Verbindung!

Ja, ich gebe es zu. Grundsätzlich sitzen Sie am längeren Hebel. Denn Sie beschäftigen sich mit etwas, womit ich mich nicht auskenne. In der Regel kann ich dabei nicht einmal auf mein fundiertes Halbwissen zugreifen. Denn es ist mir wurscht. Erschreckend finde ich, wenn es Ihnen auch egal ist. Und der Satz "das kann ich mir jetzt nicht erklären" - Meister, das ist mein Satz. Ich muss nicht erklären können, weshalb wiederholt Wasser im Kofferraum meines Autos ist oder weshalb das Bad überschwemmt ist. SIE SCHON. Sie verdienen Ihr Geld damit.

Ob Sie das dann auch tatsächlich verdienen, wage ich nach diesem Satz eh schon zu bezweifeln. Ich recherchiere doch auch nach, wenn in einem Text ein logischer Fehler ist. Und ich sage auch nicht, dass das ganze fertig ist, wenn ich ein paar Notizen zusammengeschmiert habe.

Der Deal zwischen uns heisst: Ich habe ein Problem. Sie lösen das Problem. Was bedeutet: Benennen. Beheben. Und nicht noch zehn mal nachbessern. Halten Sie sich nicht an diesen Deal, werd ich irgendwann hysterisch. Weil ich wieder Wasser hab - im Kofferraum, im Badezimmer. Ich kann kein Wasser mehr sehn. - Gebt's ma an Wein...

Also Sie wollen Ihren Erfahrungsschatz mit hysterischen Frauen erweitern - gut möglich, sollten wir uns über den Weg laufen. Und Sie bekommen von mir gerne Nachhilfe. Nein, nicht umsonst. Sie machen ja auch nichts umsonst. Und ich nehme mir die Freiheit heraus, ihre Stundensätze zu berechnen. Meine würden Ihnen ja eh nur ein müdes Gähnen entlocken. Anfahrt wird gesondert in Rechnung gestellt.


Frechheit siegt

Sie haben Probleme einen Parkplatz vor Ihrer Haustür oder dem Arbeitsplatz zu finden? - Dann liegt das schlicht daran, dass Sie, wie ich auch, einfach nicht dreist genug sind. Denn die Lösung ist ganz einfach: Sie entwerfen ein Schild, möglichst professionell, und machen das an Ihrer bevorzugten Parkecke an: Parkplatz von xxx. Tag und Nacht freihalten. Um den ganzen Nachhaltigkeit zu verleihen, ist es unerlässlich einem anderen, der auf dem Parkplatz parkt, den Sie für sich beanspruchen, dreiste Zettel an die Windschutzscheibe zu kleben, dass er dies zu unterlassen hätte.

Sollte dann doch mal jemand nachfragen, auf welcher Grundlage Ihr Anspruch fußt, können Sie immer noch mit den Schultern zucken und sagen: Auf keiner. Aber es würde Ihnen auch niemand verbieten, ein Schild anzubringen.


Irgendwo in Bayern

Es läuft anders in diesem Jahr. Herbst ist es schon. So Herbst wie sonst erst Mitte oder Ende Oktober. Aber was will man erwarten - schließlich war auch Frühjahr und Sommer zu einem anderen Zeitpunkt als üblich. Und so war es golden an diesem letzten Septemberwochenende.

Und dann gibt es noch diese Kuchentheke, die schier einzubrechen droht. Nein, es ist kein Geheimtipp mehr. Hier fahren auch Starnberger Cabrio-Blondis einfach mal kurz zum Kaffee trinken her. Und sitzen dann vereint mit Japanischen Reisebustouristen, Omis und Opis, Wanderern und den unterschiedlichsten Menschen zusammen. Wenn sie denn einen Platz bekommen.

Denn die Torten, die Torten sind sensationell im Café Winklstüberl in Fischbachau...
Torten

Gesichtet wurde auch eine Prinzregententorte - aber erst als ich schon ein Stück der Haustorte nicht geschafft habe. Und man muss immer Haustorte essen.

gewidmet den üblichen Torten-Verdächtigen...