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November 2007

Ich brauch mehr Platz

Allerdings zur Abwechslung mal nicht für Kleider, Schuhe, Mäntel, Taschen. Auch nicht für Bücher (obwohl)... Nein, ich brauch mehr Platz in meinem Email-Account! Ich brauche Speicherplatz und die Möglichkeit auch große Dateien zu versenden. Deshalb die dringende Frage: Mit was arbeiten und schreiben Sie? Und können Sie was weiterempfehlen? - Ach ja, und wenn die Zufriedenheit bei gmail hoch ist, hätte ich gern eine Einladung, denn anscheinend ist das der einzige Weg da reinzukommen. Danke!


Novemberblues

Es hat mich erwischt. Nein, der immer noch heraufziehenden Erkältung trotze ich noch - den einen Tag mehr den anderen weniger erfolgreich. Stattdessen hat der Novemberblues mich fest in der Hand... Was ja auch mal ganz schön sein kann. So stand das Wochenende unter dem Motto "meine Kuscheldecke und ich" - das Eventprogramm war eh auf Donnerstag & Freitag vorgezogen. Thanksgiving ist schön - der Feiertag wird ins den Jahresplan aufgenomen. Ich bin eh für BWWC - Best of World wide celebration. Freitag dann Filmhochschulfest - und ja, ich hab doch einen Gewinnerfilm gesehen: Padam. Sehr schön, hat den Arte-Preis gewonnen, was Hoffnung gibt, dass der Film auch mal gezeigt wird. Wobei wenn ich die Jury Begründung lese: Hoffnung in diesen dunklen und komplizierten Zeiten - da läuft's einem ja kalt über den Rücken. Das ist alles wieder so, so deutsch. Die Filme waren eh alle so Novemberbluesig. Im Thema zu bleiben - die passende Lektüre natürlich "Venedig kann sehr kalt sein" - München auch. Und es könnte ja hinter mir auch jemand her sein. Da bleibt man besser daheim.


Original american Thanksgiving Pie

Irgendwie hatte ich es mir anders vorgestellt. Wie kann ich fast nicht sagen, aber als Kochromantikerin sah ich mich natürlich auf den Markt gehen und mit einem dicken Kürbis heimkommen, und den in einer großen Küche bearbeiten. Derweil eine Katze um mein Bein streicht. Jetzt habe ich weder eine Katze noch eine große Küche und hätte irgendwie schon ahnen müssen, dass meine kochromantischen Vorstellungen für die Katz sind - aber dass die Vorbereitungen zu einem Pumkin Pie so aussehen würde, habe ich nicht geahnt...

Ersstens

Gib mir das Rezept habe ich gesagt, als ich angeboten hatte, Pumkin Pies zu einem Thanksgiving Dinner beizusteuern. Follow directions on boxes - war die Antwort. Mein blödes Gschau hat die an sich  geschätzte Gastgeberin nicht gesehen. Viel Spaß beim Übersetzen, sagte der Begleiter am Vorabend noch. War auch die größte Herausforderung...

Bersetzen
Machen1
Machen2

Boh, ist das ein Baaz. Der Teig noch viel mehr. Was ist da eigentlich drin? Ich hab ja nur Wasser zugetan. Obwohl: Will ich das wirklich wissen? Wir rühren. Da fällt mir ein - der Sauerbraten möchte im Sud gewendet werden. - Selbstangesetzen Sud, möchte ich nur mal sagen. Pie Nummer eins ist fertig für den Ofen...

Ab_in_den_ofen

Jetzt ist auch noch das Wasser abgestellt! Danke! Ob's wieder funktioniert, zum Geschirr abspülen, Küche putzen - mich putzen? Aber ich bin ja noch beim misstrauischen Beobachten: riechen tut's ganz gut. Aussehen eigentlich auch.  Wobei so betrachtet: das Kürbismus war zwar aus der Dose, aber reines Mus ohne Zusatzstoffe. Den Teig würde ich definitiv das nächste Mal selbst machen. Und wenn ich mich an das Thanksgiving-Dinner bei der an sich geschätzten Gastgeberin erinnere, die auch auch als Gastgeberin schätze, hat's auch geschmeckt - das gibt ja Hoffnung. Wenn sich nicht dochnoch ein Übersetzungsfehler eingeschlichen hat...Fertig


Aprops Kunst

Komisch eigentlich, dass niemand über die Beckmann-Ausstellung in der Pinakothek der Moderne schreibt. Ist das jetzt ein echter Geheimtipp, so dass keiner reingeht? Ist sie so schlecht und keiner traut es sich zu sagen? Oder warten alle auf die Weihnachtstage, damit man sich richtig gegenseitig auf die Füße tritt?

Kritiken gibt's hier.


Kunstabend im Haus der Kunst

Mit den Geheimtipps ist es ja so eine Sache. Eigentlich sind sie ja nur solange geheim und damit wirkliche Tipps, solange niemand darüber spricht. Haben sie sich dann lange genug rumgeschwiegen - bis sie in Artikeln oder gar Reiseführern landen, kann man nicht mehr von Geheimtipps sprechen - wenn es dann immerhin noch ein Tipp ist, ist die Sache ja schon in Ordnung.

Aber kommen wir zurück zu den Geheimtipps, die ja eigentlich geheim bleiben müssten. Nur Frauen können eben nie den Mund halten - und so kommen Sie jetzt zu meinem persönlichen Tipp für die dunkle Jahreszeit. Vielleicht haben Sie ja schon gehört oder gelesen, dass im Haus der Kunst gerade eine wunderbare Ausstellung ist: Anish Kapoor.

Anish Kapoor ist ein indischer Künstler und macht viel mit Objekten - ein Spiel mit Raum, mit Spiegeln mit Dimensionen.  Für all diejenigen, die es nicht mehr nach Vendig geschafft haben, das ja im November auch sehr kalt sein kann. Absolut lohnenswert!

Noch lohnenswerter ist das ganze, wenn man den Raum, mit dem er ja auch arbeitet - für sich hat. Das hat man, wenn man gegen Abend hingeht - das Haus der Kunst hat nämlich immer bis 20 Uhr, Donnerstag sogar bis 22 Uhr geöffnet.


Eltern in Zeiten des WWW

Das Internet ist meinen Eltern irgendwie nach wie vor suspekt. Und auch, was ihre Tochter da macht - irgendwo reinschreiben und irgendwelche Menschen lesen das dann, finden sie eher seltsam. Und auch, dass es Online-Magazine gibt, die man gar nicht am Kiosk kaufen kann. Es ist eine seltsame Welt in ihren Augen. Aber dennoch, und das scheint sie zu faszinieren, haben sie erkannt, dieses Dings macht Informationen zugänglich. Und bietet daher ein weites Feld für crude Recherche-Aufträge: Das steht doch da sicher drin, in deinem - Computer.


Persönlichkeitsspaltung im Web2.0

Mit dem Journalistenverband habe ich ja schon des längeren so meine persönlichen Probleme. Was mit dem Gefühl zu tun hat, dass es dabei ausschließlich um die Sicherung der Pfründe der festangestellten Printredakteure geht. Festangestellte Printredakteure - Herr Knüwer, das ist die Antwort auf ihre Frage, was ein Journalist sei.

Blöd nur, dass de facto die festangestellten Printredakteuere nur einen kleinen Teil der Masse der Journalisten ausmacht. Und Blogger gehören schon mal nicht dazu, sagt der Bundesvorsitzende meines Berufsverbands (via Blogbar):

Der Onlinebereich ist aber auch ein Bereich, den wir verstärkt unter qualitativen Kriterien werten müssen. Nicht jeder, der sich dort als Journalist bezeichnet, hat etwas damit gemeinsam. Uns steht es gut zu Gesicht, wenn wir Richtlinien finden, um Müll von Qualität zu trennen und dies den Internetkonsumenten deutlich machen. Das Internet ist eine Plattform auch für Schmierfinken ganz besonderer Art. Schmierfinken, die sich als Journalisten bezeichnen, die aber Persönlichkeitsrechte verletzen, sich nicht an unsere Postulate wie Wahrhaftigkeit, Objektivität, Vollständigkeit halten.

Blogs sind meines Erachtens nur in ganz wenigen Ausnahmefällen journalistische Erzeugnisse. Sie sind eher der Tummelplatz für Menschen, die zu feige sind, ihre Meinung frei und unter ihrem Namen zu veröffentlichen.

Was sagt mir also Herr Konken? Wenn ich schreibe, veröffentliche - und dafür bezahlt werde, bin ich Journalistin. Mache ich dies zu meinem Privatvergnügen im Netz werde ich zum Schmierfink? - Wie auch etwa das drittel derjenigen, die auf meiner Blogroll stehen und ihr Geld mit Schreiben verdienen.

Nun bin ich die erste, die zustimmt, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist und die Wahrung der Persönlichkeitsrechte zu beachten ist. Schon aus Selbstschutz, da kein Verlag inklusive Anwalt hinter einem steht und einen auch wieder rausholt, wenn man zu weit gegangen ist. Dass mein Verband auch nicht hinter mir steht, weiss ich jetzt auch.

Bleiben wir aber bei den anderen Qualitätskriterien wie Wahrhaftigkeit, Objektivität und Vollständigkeit. Nein, ich muss hier nicht objektiv sein. Und das ist gut so. Bin ich aber als Heimatzeitungsredakteurin objektiv und vollständig, wenn ich runterbete, was die Mehrheitspartei von sich gibt - ohne beispielsweise die Opposition zu Wort kommen zu lassen. Bin ich als Boulevardzeitungsreporterin dies? Zeige man mir bitte ein wahrhaft objektives Medium!

Müll von Qualität trennen - großartig. Aber jetzt mal ehrlich, was bleibt denn dann noch übrig?


Die drei ???

Bücher gesammelt habe ich schon als Kind immer gern - aber es gab Bücher, ganze Serien, die ich mehrmals gelesen, aber von denen ich nie auch nur ein einziges Buch besessen habe. Richtiggehend besessen war ich eine Zeit lang von den drei ???. Allerdings nicht so sehr wie die großartige Pauline Füg...


Eine Frage der Betrachtung

Und natürlich kommt rechthaben von Recht haben. Woran eigentlich nichts auszusetzen ist. Aber diese ganzen Rechthaber gehen mir sowas von auf die Nerven, da können sie noch hundertmal Recht haben. Weil das wollen sie ja auch durchsetzen - koste es was es wolle. Diese ganzen Opel-Hut-Fahrer, auch wenn sie in einem Mercedes sitzen. Natürlich gibt es rechts vor links - und das ist der Lieblingsspielplatz dieser Spezies, da können sie sich austoben. Also rechts vor links - Vorfahrt eigentlich klar. Theoretisch. Praktisch ist es allerdings so, dass wenn der Vorfahrt habende rechte nach links abbiegen will, wo an dieser Stelle ein nicht-Vorfahrt habendes Auto steht, es in Wohngebieten eng werden kann. Jetzt gäbe es natürlich die Möglichkeit, dem anderen die Vorfahrt zu gewähren, um dann bequem selbst abzubiegen. Aber ein Rechthaber wäre kein Rechthaber, wenn er nicht auch in diesem Fall auf seinem Recht auf Vorfahrt beharren würde. Und sich dann auf Biegen und brechen vorbei- oder den anderen zum Zurückfahren zwingt. Um dann in dem guten Gefühl weiterzufahren, dass eben doch alles seinen rechten Gang geht.