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November 2008

Weihnachten naht (3)...

...und die Schritte werden bedrohlicher: Lebkuchen sind im Supermarkt schon vor dem ersten Advent ausverkauft und dafür (oder deswegen?) ist der Aggressionspegel der Menschen so hoch, als müssten sie schon heute für drei Feiertage und ein Wochenende einkaufen.


Weihnachten naht (2)...

...und manchen Menschen anscheinend nicht schnell genug: jedenfalls der Dame, die neben mir stand und allen Ernstes heute nach Weihnachtsbäumen fragte. Hier im Hause B. gibt's allerdings jetzt auch ein paar Farbtupfer.

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Neue Absurditäten des Wohnungsmarkts

Je höher das Ross, um so tiefer die Fallhöhe. Oder so. Dass es hier in München eher einen Verkäufer denn einen Käufermarkt hinsichtlich von Immobilien gibt, ist bekannt. Manche Verkäufer oder Makler glauben aber, dies rechtfertige alles und kommen auf Ideen... zum Beispiel ein Makler, eines einem Finanzinstitut angeschlossenen Immobilienvertriebs, der allen Ernstes nicht vorschlug sondern forderte, dass ehe er ein Exposé des Objekts verschicken würde, müsse man beweisen, dass man dieses auch bezahlen könne. Wobei es sich nicht um eine Luxusvilla am Starnberger See handelt, die sich eventuell auch mal hundert Leute einfach so aus Neugier anschauen würden. Also jemand, der sagt: ich sag dir nicht, wo es genau liegt. Ich sag dir nicht, wie die Bausubstanz ist und welche Renovierungen anstehen. Ich sag dir auch nicht, wie es aussieht. Dem kann man doch nur antworten: Dann will ich es auch gar nicht wissen.


Weihnachten naht...

...mit bedrohlichen Schritten: Liest hier eigentlich noch jemand mit, der nicht auf der Suche nach Adventsdeko ist? Seit zwei Wochen wird dieses Blog nämlich mit derartigen Anfragen überhäuft. Liebe Besucher, wenn Sie meine Deko-Ideen der letzten Jahre zweitverwerten - schreiben Sie mir doch mal oder schicken Sie ein Bild... Ich selbst habe ja noch keinen blassen Schimmer, wie es bei mir in diesem Jahr aussehen wird. Stimmt nicht ganz, eigentlich habe ich eine Idee - aber noch überhaupt keine Lust, mich mit Weihnachtsdeko zu beschäftigen. Hey, es ist November!

Weihnachten naht mit bedrohlichen Schritten: und so erreichte mich eine Mail von Mawa. Denn Isarstadt goes Blog-Wichteln. Und weil das ja allein keinen Sinn macht, suchte er Mitschreiber. Und trotz aller bösen Wichtelerinnerungen an die Grundschulzeit, hab ich mir doch dann gedacht - warum nicht. Drücken Sie mir doch mal die Daumen, dass ich am Ende nicht sage: Darum nicht. Immerhin räume ich ja für jemanden hier ein Platzerl frei. Der Hinweis, dass man sich den jeweiligen Blog schon mal anschauen sollte, für den man dann schreibt, war ja schon mal nicht der schlechteste. Für meinen Teil gab es bei den Teilnehmern durchaus die eine oder andere Überraschung: Wie den gibt's auch (noch)? Wobei ich hoffe, dass mir die Beteiligten das nicht übelnehmen - immerhin hab ich sie mir inzwischen genau angeschaut... Aber es sind auch ein paar (mir) bekannte Blogs dabei... Man darf jedenfalls gespannt sein... Und ich hab da auch schon eine Idee...


Bestandsaufnahme

Wochenbeginn. Zeit für eine Liste. Zu erledigen. Lediglich. Eher leidiglich. Lauter leidige Dinge. Aber andere finden ja eh nicht auf solche Listen. Vielleicht sollte man ein paar Blümchen drauf malen - sähe schöner aus. Aber nicht, wenn ich male. Lauter leidige Dinge, die mich unleidlich stimmen. Und darauf programmiert sind, geschoben zu werden. Was noch unleidlicher stimmt. Aber stimmt.


Befindlichkeiten

Aufstehen und sich fühlen, als hätte man gestern zu viel Alkohol getrunken. Wetterkater oder allgemeine Stimmungslage? Ein bisschen zittrig. Und Matsch in der Birne. Aus dem Fenster schauen, gegen das der Wind Regentropfen peitscht. Sofort ins Bett zurück wollen. Aber man würde sich ohnehin nur hin und her werfen. Vogel Strauß hat noch nie funktioniert. Leider. Außerdem ist es ein hässlicher Vogel. Dem Zeitungsmann war es wohl auch zu scheußlich draußen. Oder streikt die Süddeutsche? Ohne Zeitung muss man reden am Frühstückstisch. Der Morgen ist keine Zeit zum Reden. Der heutige schon gar nicht. Man muss auch bei diesem Wetter mal rausgehen. Sagt der Begleiter. Macht das Fenster auf und wirft die Autoheizung an.


Out of Munich III

Bahngleis-Blog

Irgendwie hat man das Gefühl am Ende der Welt angekommen zu sein. Hier, mitten im Bayerischen Wald.

Bahnhof Eisenstein-Blog

Wo es kaum mehr etwas gib. Und sogar die Manufakturen, die früher immerhin Arbeitsplätze geschaffen haben und schöne Dinge, sind nur noch leere Hallen.

Glasfabrik_Spiegelau-blog

Glasfabrik-Blog


In der Buchhandlung

"Ich suche ein Buch für jemanden, dem die Mittagsfrau tatsächlich gefallen hat (Subtext: mir nicht.)" - Mit leichtem Grinsen zieht der Buchhänder Buch um Buch aus dem Regal: "Das liegt ungelesen bei mir rum." - "Das habe ich angelesen." - "Das fand ich schrecklich." - "Der Autor - nein." Wenn ich ein Hardcover wolle, könne ich natürlich auch den Tellkamp kaufen, sagt der Buchhändler. Hm. Beinahe hätte ich es gekauft. Ich fand dann aber selbstgemachte Cranberry-Marmelade ein besseres Mitbringsel.


Teestunde

Der Mensch braucht Rituale. Das ist nachgewiesen. Aber wir sind ja so flexibel immer und überall. Rituale sind nur was für Spießer im Reihenhaus. Aber der Mensch braucht Rituale. Und letztlich besteht bei den meisten Menschen der Tag aus einer Aneinanderreihung von eben diesen. Ob wir am Morgen zuerst einmal den Kaffee aufsetzen, ehe wir ins Bad verschwinden. Ob wir uns ein Pausenbrot schmieren oder schmieren lassen. Ob wir zuerst den Computer hochfahren und Mails checken oder  in die Morgenbesprechung gehen. Ob wir danach einen Plausch mit den Kollegen halten. Es ist der Espresso nach der Mittagspause oder ein kurzes Telefonat mit der oder dem Liebsten. Irgendwie strukturiert es den Tag. Bis hin zum Gute-Nacht-Kuss am Abend.

Für mich ein Tages-Muss ist meine Tasse Tee am Nachmittag. So schlimm, dass ich immer und überall um 16 Uhr meine Kanne auspacke und dann ein Päuschen mache, ist es glücklicherweise noch nicht. Aber den Tendenz dazu ist vorhanden.