Zuerst verspürte ich nur Interesse. Reiseberichte würde man sich wünschen und meine Reiseführer ausleihen, Fotos wollte man sehen, Hotelprospekte sollte ich mitbringen und nach Campingplätzen Ausschau halten. Anscheinend ein außergewöhnliches Reiseziel, das ich gewählt hatte.
Und plötzlich bin ich mitten im Trend: M. kommt gerade von der Ostsee zurück, E. ebenfalls. A. urlaubt statt auf Sardinien dieses Jahr im Schwarzwald. Berchtesgaden höre ich von anderer Seite und Altmühltal und auch schon München. W. bricht gerade auf ins Elbtal und im Café am Nachbartisch erzählt eine Frau von ihrer Bauhaus-Tour, die sie plant. Sie war schon immer am liebsten einfach in den Bergen, gesteht meine Kosmetikerin. Und meine Friseurin hat beschlossen, Bayern zu entdecken. Damit ist sie auch nicht allein, von C. kommen fast wöchentlich Karten von bayerischen Entdeckungsfahrten.
Urlaub in Deutschland ist angesagt. Auch unter denen, die sich auch jetzt eine Fernreise leisten könnten. Aber irgendwie will man grad nicht um die Welt fliegen. Stattdessen werden Kind und Kegel und Luftmatraze ins Auto gepackt, die Räder hinten, oben, sonstwo angeschnallt und es geht los. Und nicht mal mehr zwingend übern Brenner. Slow down heißt ganz offensichtlich die Devise. Und der Erholungswert beim downslowen ist enorm.
Ich stimme Dir zu!
Kommentiert von: cohu | 09. Juli 09 um 10:12
Wenn nur das Wetter mitmachen würde...
Kommentiert von: ivar | 10. Juli 09 um 12:00