Mit Halloween kann ich ja persönlich nichts anfangen. Was daran liegt, dass es nicht Teil meiner Sozialisation ist und ich so unflexibel und spießig bin, dass es mir heute auch egal ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass weder Verkleiden noch Horrorfilme das meine sind.
Wie auch immer. Ich löffle eine Kürbissuppe, bin froh, dass bei mir keine Kinder klingeln und lass es gut sein. Tanzverbot? Bitte sehr. Vor zwanzig Jahren war es mir nicht egal. Und im übrigen, das Tanzverbot gab es schon damals. Was ich so genau weiß, weil eine Freundin an Holloween, das wir damals einfach mal 31. Oktober genannt haben, Geburtstag hatte. Und um Mitternacht wurde die Musi abgedreht. So war das damals. Und man hat es auch nicht weiter hinterfragt. Die meisten von uns mussten am nächsten Tag eh halbwegs fit sein, weil ein Auftauchen am Grab mit Leichenblässe und tiefen Ringen unter den Augen von den Eltern nicht sehr geschätzt wurde. Am 1. November ist man nämlich ans Grab gegangen. So war das damals.
Jetzt kann man natürlich die Verrohung der Sitten beklagen und die Amerikanisierung im Allgemeinen, aber das Totengedenken (bitte mit Stille und Trauer) staatlich zu verordnen, geht zu weit. Der eine gruselt sich eben beim scheinheiligen Friedhofsaufmarsch am 1. November, der andere in der Nacht davor.
In dem Zusammenhang darf man sich eigentlich sogar wundern, dass es dem BR erlaubt ist, jedes Jahr an Allerheiligen den Brandner Kaspar auszustrahlen. Da geht man ja auch lax mit dem Thema Tod um.
All Hallows' Eve. Perchten. Kerschgeist. Wenn man mal darüber nachdenkt, ist der Ursprung doch wieder derselbe...
Frau B., gibt's denn bei Ihnen da gar keine Chili-Schokolade, hm? Kinder freuen sich über alles.
Zunächst.
Kommentiert von: T.M. | 29. Oktober 09 um 14:19
Statt der Kürbissuppe hab ich gestern ein Kürbisbrot gebacken, das trotz einstündigem Aufenthalt im Ofen spintig geworden ist - hoffentlich gelingt mir die Maronitorte heute besser!
Herzliche Grüße
Quizzy
Kommentiert von: Quizzy | 31. Oktober 09 um 07:39