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April 2012

Amsel Diary XI

Frauen sind neugieriger als Männer. Das gilt auch für Frau Amsel. Und so vertrat sie sich die Beine auf dem Balkon. Und es schien als wollte sie einfach mal wissen, was sich hinter der Tür verbirgt, aus der immer wieder mal ein Mensch tritt. Das Öffnen derselben liess sie auch erstaunlich kalt. Sie drehte sich nur ganz langsam um...

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Amsel Diary X

So einen kaiserlichen Brutplatz hat Frau Amsel hier natürlich nicht. Nicht einmal einen königlichen. Auf das Foto bin ich zufällig wieder gestoßen - das hatte ich Ihnen letzten Sommer vorenthalten - entstanden in der Nähe der Wiener Hofburg.

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Amsel Diary IX

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Wie zu erwarten: Es gibt gerade wenig neues aus dem Amsel-Leben. Frau Amsel brütet. Und ist hinter dem Strauch immer weniger zu sehen, so dass ich bald glaube - die Amselkinder werden unbeobachtet aufwachsen. Denn so nah wird sie mich dann wohl kaum mehr heranlassen.


Amsel Diary VII

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Frau Amsel brütet inzwischen eigentlich durchgehend. Und schaut misstrauisch, wenn man den Balkon betritt. Aber Madame, ich wohne hier. Die Balkonbesetzerin bist du. Zur Abenddämmerung verlässt sie immer das Nest für kurze Zeit. Also dass das Amsel-Männchen das Weibchen während der Brut füttert, ist schon mal eine Mär. Herr Amsel ließ sich bis jetzt noch nicht blicken. Wahrscheinlich schreit er im Hof rum, macht sich wichtig und nennt das Revierverteidigung.


Eisblumen und Eiersuche

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Frau Amsel hat den Nestbau beendet und weder Schnee noch Eis halten sie ab, jetzt auch zu brüten. Vielleicht ganz clever, denn bei diesem Wetter stört sie niemand auf dem Balkon.

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Osterbetrachtung

Sollen sie doch Kuchen essen. Sagte Marie Antoinette - nicht. Aber der Satz könnte heute beim Bäcker an der Türe hängen. Brot war nämlich schon am frühen Nachmittag ausverkauft. Als gäbe es die Sonn- und Feiertagsöffnungen nicht. Als wäre der letzte Tag für lange Zeit, an dem man einkaufen könnte. Selbstverständlich gibt es am Gründonnerstag auch keinen Osterschinken mehr. Ausverkauft. Wegfahren? Essen gehen? - Das scheint dieses Jahr völlig out. Die Menschen sind anscheinend daheim und essen. Die Stauprognoser irren.

Ich hab dann auch Kuchen gebacken. Ostern steht schließlich vor der Tür. Und dabei fiel mir wieder ein, dass ich mir als Kind geschworen hatte: wenn ich erwachsen bin und Kinder habe, bin ich nicht so geizig wie meine Mutter und meine Kinder bekommen eine ganze Schüssel Teig zum extra schlecken. Dass mir ja niemand dies dem süßesten Baby der Welt erzählt. Denn auch wenn ich sicherlich die nächsten Jahre viel tun werde, um die liebe Tante Helga zu sein - das gehört nicht dazu. Und so wird wieder eine Generation aufwachsen, die Erwachsene als gemein ansieht, bis sie irgendwann mal merkt, dass einem von rohem Teig einfach mal schlecht wird.

Und wenn nahezu das einzige, was einem zu Eltern und gemein einfällt, die Kuchenschüssel ist, hat man wohl eine glückliche Kindheit gehabt.