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September 2013

Wahlpause

Jetzt bin ich ja eigentlich ein sehr politischer Mensch. Wenngleich diese Seiten weitgehend unpolitisch sind - ich lasse mich halt ungern vor irgendeinen Karren spannen und kann jemanden sowohl gut finden wie auch schlecht. Berufskrankheit. Und deswegen muss ich auch nicht jedes Wahlduell kommentieren. Jedenfalls nicht öffentlich. Deswegen muss ich auch keine Wahltage kommentieren. Und keinen Wahlausgang. Jedenfalls nicht im Netz. Und wenn ich es dann doch muss, dann wird man es lesen. Und so reagiere ich, wie ich immer reagiere, wenn mich was sehr beschäftigt, was ich aber nicht öffentlich kundtun möchte, ich halte die Klappe...

Zu einem allerdings möchte ich sie nicht halten: Ich war und bin sehr stolz darauf, in einem Land zu leben, in dem eine Frau Regierungschefin ist. In dem ein Schwuler Außenminister ist. In dem ein Vizekanzler einen Migrationshintergrund hat. Und in dem ein Finanzminister im Rollstuhl sitzt. Und dass wir grundsätzlich über Themen streiten und nicht über den Menschen an sich.

Es wird seit Jahren viel über Diversity geprochen. Der Idealzustand ist, wenn es kein Thema mehr ist. Und wenn, wie jetzt im Wahlendspurt, diese Themen zum Thema gemacht werden, ist es für mich ein Armutszeugnis. Denn es gibt genug Sachthemen, über die man streiten kann. Das ist ja Politik. Das ist ja Demokratie. Meinungen. Verschiedene. Und man darf sich offen darüber äußern. Ich finde unser politisches Sytem großartig. Und die Entscheidung, sich über manches nicht ganz öffentlich (also im Netz) zu äußern, ist eine persönliche, keine bedingte.

Ich für meinen Teil habe Entscheidung getroffen. Geht wählen! Es gibt ja in Deutschland glücklicherweise keine Wahlpflicht, aber vielleicht eine moralische Verpflichtung. Und es gibt es eine Wahlfreiheit. Und das ist ein hohes Gut.

Und ich persönlich habe die Nase voll von dem Gemotze. Und außerdem reagiere ich ganz allergisch darauf, wenn Wahlkampf nicht von Sachthemen bestimmt wird, sondern unter Niveau stattfindet. Und ehe ich jetzt darüber mich auslasse, welche Geschenk es ist, seit so vielen Jahrzehnten in Frieden und Freiheit zu leben, höre ich jetzt auf...

Und wir lesen uns mit netten Geschichten aus München wieder...

 


Warm und weich

Ich mag das weiche Licht der Spätsommertage. Vielleicht ist es tatsächlich das Licht, das mich am Hochsommer stört. Es ist gleißend. Jetzt ist es weich und im Herbst wird es warm. Dann wenn die Tage kälter werden. Ich habe dieses Jahr so gut wie gar nicht fotografiert, aber vielleicht, wenn das Licht wieder weicher und wärmer wird. Noch bin ich beschäftigt zu schauen, ohne Kamera vor dem Auge. Nur Schauen.