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Januar 2014

Statt grau: Januar-Farben

Jan_Tulpe1

Zum Thema Kommentare: ich hatte diese auf einen Super-Safe-Status gestellt, weil diese Seite von Spam erdrückt wurde. Mit dem Erfolg: eigentlich konnte und wollte niemand mehr kommentieren. Weil ich sie aber dann gleich abschalten könnte, dies aber schade fände: also eigentlich sollte alles wieder funktionieren - allerdings erscheinen Kommentare nicht mehr gleich, sondern werden freigeschaltet. Wenn es nicht klappt, schreibt's mir a Mail...


Monaco am Morgen

Oder: Neuhausen und West-Schwabing sind unterschiedlicher als man denkt und Giesing und Schwabing sind nicht kompatibel

Früher habe ich ja meinen Espresso aus Italien importiert. Das fand ich irgendwie cool. Bis ich es irgendwie blöd fand, italienischen Espresso, den man auch hier in (fast) jedem Supermarkt kaufen kann, aus Italien ranzukarren. Abgesehen davon schmeckt frisch gemahlener Espresso einfach besser. Ja, frisch gemahlener - jeder Kapsel, Pad und sonstwie Trend geht hier spurlos vorbei. Es steht ausschließlich die Carmencita auf dem Herd.

So wirklich treu wie der Kanne war ich aber dann erst mal keinem Espresso. Bis ich irgendwann auf Fausto stieß. Eine kleine Kaffeerösterei aus Giesing. Fand ich schon von der Idee her toll. Den Espresso auch. Ab dann wurde der Espresso dann aus Giesing importiert - was von Neuhausen aus gesehen ungefähr genauso spleenig ist, wie ihn aus Italien zu importieren.

Nach dem Umzug hatte ich dann aber auch erst mal was anderes zu tun als extra nach Giesing zu fahren, um Espresso zu kaufen. Vor allem da das zugehörige Café dann plötzlich Sonntag geschlossen war. Also erst mal Schwabing ohne Monaco. Eigentlich unvorstellbar. Ein Lichtblick: die Boulangerie in der Bauerstraße führt Fausto.

Endlich daheim. Und dann die Erkenntnis: Schwabing ist nicht Neuhausen. Ob es an den Leitungen liegt, ob es am unterschiedlichen Kalkgehalt im Wasser liegt - mein Lieblingscaffè ist plötzlich bäh. Er hat so eine ganz unangenehme Spitze im Geschmack, die ich schon mal festgestellt hatte, als ich ihn als Mitbringsel mitgebracht hatte (Münchner Espresso!) und als Reaktion ein erstauntes "und das ist also dein Favorit?" erntete. Giesing und die gutbürgerliche Einfamilienhausgegend waren offensichtlich auch nicht kompatibel.

Dabei sind Herdkanne und Gasherd grundsätzlich die perfekte Kombi. Beim Elektroherd kann es schon mal zu heiß und damit bitter werden. Fehlt nur noch der perfekte Espresso. Dem Monaco bin ich treu geblieben - nur kommt er für mich inzwischen nicht mehr aus Giesing sondern aus der Dienerstraße. In der Innenstadt ist man ja von hier aus eh gleich.


Reminder: München wählt

Der Wahlkampf scheint eröffnet. Also nicht mit großem Getöse, aber immerhin mit dem Thema, das vielleicht das entscheidende Zugpferd in München grad ist: Wohnungsmarkt. So scheint es jedenfalls. Dazu gab es eine Podiumsdiskussion, in der die OB-Kandidaten dann das wiederholten, was sie im vergangenen Jahr auch schon zu diesem Thema gesagt haben. Zusammengefasst: jeder OB-Kandidat weiß, dass da was von ihm erwartet wird - die Vision fehlt. Aber tatsächlich fiel doch mal der Satz: Umland. Spät, aber immerhin. Und immerhin hielte ich es für eine der größten Herausforderungen, den Dialog mit dem Umland vermehrt zu suchen, damit nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht. Task-Force Großraum München sozusagen.

Aber bis jetzt kocht jeder so auf Sparflamme vor sich hin. Der Reiter Dieter, der meint, das jeder Ude-Wähler auch ein SPDler war und der, damit er als OB kandidieren darf, extra nach München gezogen ist. Dafür wirbt er mit dem Slogan: "Damit München München bleibt" Wirtschaftsreferent ist er bis jetzt und im Zuge der OB-Kanditatur hat er sich die Wiesn unter den Nagel als  gerissen - weil Wiesn bekannt, er bekannt. Klingt logisch, die Startegie ist aber nur bedingt aufgegangen.

Wobei, die anderen sind noch unbekannter. Sabine Nallinger, der Münchner Merkur nennt sie die stille Kandidatin, die Frau, der noch niemand einen eigenen Wikipedia-Eintrag spendiert hat, will München zur grünsten Metropole machen. Und wird sich dafür garantiert noch Schützenhilfe aus ihrer Baden-Württembergischen Heimat holen. Da sollte sie sich auch gleich eine Lektion in Realpolitik geben lassen, weil von 70% Gemeindebau (wie in Wien) für München zu träumen...

Dann gibt's ja noch den Sepp, der sich jetzt wieder Josef nennt, weil Sepp wahrscheinlich zu hinterwälderisch klingt und die CSU ja hier ein Großstadtimage aufbauen möchte. Der Josef Schmid hat ja richtig geackert im vergangenen Jahr: ist mit seinem Bulli durch München gefahren und hat sich mit den Leuten auseinandergesetzt. Hat dann auch gleich plakatiert, dass er zugehört hätte. - Haben nur die wenigsten verstanden, weil die wenigsten das mitbekommen haben. Die Wahlkampfplakate sind allerdings sehr professionell.

Zwei Monate noch. Ich persönlich bleibe dran, ist ja mal wieder spannend - die erste echte OB-Wahl seit langer Zeit in München...


Frohes neues!

Der Jahreswechsel wird von Jahr zu Jahr unaufgeregter. Ein Jahresendspaziergang bei strahlendem Sonnenschein, ein gemütlicher Abend bei Kerzenschein. Erstaunlich wenig geknaller um Mitternacht. Und das neue Jahr begrüßt einen wiederum mit Sonne. So bin ich entspannt nach 2014 gekommen.

PicMonkey Collage_neujahr2014

Möge es für uns alle ein gutes Jahr werden!