München wählt

Münchner Realität

Was ist denn das für eine polemische Frage von der SZ? Ob es jemanden in der Redaktion gibt, der gerne mit Etagen-Klo wohnt? Wobei der Stadtratsbeschluss ja tatsächlich mehrere Fragen offen lässt. Die dringendste: Wieso gelten für die Stadt andere Regeln als für private Bauherren? Will man ein Dachgeschoss in einem schon bestehenden Mietshaus ausbauen, muss man einen Parkplatz nachweisen (oder eine Ablöse zahlen). Bei einem Neubau, wo es die Möglichkeit gäbe, Parkplätze zu schaffen, wird auf den Bau einer Tiefgarage verzichtet. Grün träumt vielleicht von einer autofreien Stadt, aber das ist nicht die Realität. Oder dürfen nur Mieter einziehen, die nachweisen können, kein Auto zu besitzen - und sich keines anzuschaffen? Und wieso gehört ein Aufzug zum allgemeinen Standard und ist gleichzeitig in einem Erhaltungssatzungsgebiet ein Indix für eine Luxussanierung? Selbes gilt auch für neue Balkone.

Achso, ist ja keine Sanierung. Ist ja ein Neubau.

In der Süddeutschen las ich auch vor einigen Tagen, es sei ja schlimm, dass inzwischen schon Häuser aus den 70er Jahren sanierungsgefährdet seien. Sanierungsgefährdet. Nach 40 Jahren sind Dächer und Fenster halt fällig. Und im Stadtbild gibt es genügend alte Häuser, die offensichtlich so sanierungsgefährdet sind, dass sie wahrscheinlich irgendwann nicht mehr sanierbar sind. Aber macht ja anscheinend nichts, stellen wir halt dann was neues hin.

Kommentare

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Justin

Guten Tag,

ich denke niemand hat ein Problem damit das baufällige / bedürftige Häuser / Wohnungen saniert oder abgerissen und neu gebaut werden. Die Frage aber in welchem Rahmen und zu welchen Zweck und mit welchem Ziel. Oft (nicht immer) ist es ja so, das Saniert wird um aus den Wohnungen Eigentumswohnungen zu machen und bestehende Mieter rauszuschmeißen oder nur noch der Gewinn im Vordergrund steht. Bitte nicht falsch verstehen, wer in ein Haus / Wohnung investiert und sie dadurch wertvoller macht, soll sein Geld auch wieder bekommen ... aber oft nutzen und sehen Investoren nur die Finanzen und nicht die Menschen die in den Wohnungen leben ...

Wenn dann ein Stadtrat mal genauer hinschauen und regeln will was geht und was nicht, gut so. Es wird schon zu viel Geldmacherrei mit Wohnungen und Menschen betrieben.
Gruß
Justin

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