Du Frau B.
Jenseits des Datschi-Äquators

Hört mir mal wieder auf mit dem Gentrifizierungmist

Ach, mal wieder ein Lärmtag gegen Gentrifizierung. Erfunden von den Gentrifiezierern. Weil der ganzen Blosn von jungen Hipstern geht es ja nicht darum, dass tatsächlich die alten Münchner Verhältnisse bewahrt bleiben - da wären sie ja ebenso unerwünscht wie die neuzugezogenen Geldigen. Es geht um ihren persönlichen Wohnraum. Und ob für ihren persönlichen Wohnraum eine Oma weggezogen ist, ist ihnen total egal. Der Unterschied zu den sogenannten Gentrifiezieren - die sanieren. Und das ist nicht per se schlecht. Und damit kommen wir, überraschend schnell, auf den Punkt: bestehende Substanz muss erhalten werden und dafür braucht es Geld. Und deshalb ist es auch nicht per se schlecht, wenn irgendwas umgewandelt wird, weil die, die sich darauf einlassen, sich in der Regel auf das Gesamtpaket einlassen. Die wollen das so. Auf die könnt ihr Hipster sauer sein, weil sie euch den billigen Wohnraum wegnehmen - aber die Oma, die schon immer da gewohnt hat, wird weiter da wohnen, weil die hat im Gegensatz zu Euch Bestandsschutz. Mein persönliches Schnappatmungserlebnis hab ich ja immer dann (schon immer - immer noch) bei Neubauwohnungen in Baulücken, wo ich mir immer die Frage stelle: wer soll das bezahlen? wer ist die Zielgruppe? fühlen die sich ein in ein Viertel? Aber denen seid ihr ja egal. Und mein Eindruck, und das nervt mich, Euch geht es auch nicht um die. Euch geht es um Euch und um nichts anderes. Mir geht es darum, dass aus jetzt meiner Wohnung niemand aus seiner Wohnung rausgetrieben wurde. Dass um mich herum, die kleinen Läden und Werkstätten überleben - auch indem ich dort einkaufe. Ich will, dass die alten Nachbarn im Haus oder gegenüber nicht aus ihrem gewohnten Wohnraum vertrieben werden. - Und wenn sie mal wegsterben, brauch ich ehrlich gesagt, auch keinen lärmenden Hipster, sondern jemanden, der hier leben will, sich in eine Gemeinschaft einfügen will - weil Veränderung gibt es. Die eigentliche Frage ist: wie.

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