Weihnachtsdeko
Ist das Leben nicht schön?

Sein oder manchmal schein

Manche brezeln sich für einen Frisörbesuch besonders auf. Und das mit Recht. Man will ja schön sein, wenn frau zum schönmachen geht. Außerdem wird man dann genauso behandelt, wie man auch behandelt werden sollte, wenn man mit der alten Jeans auftaucht. Wird man aber nicht. Was sich auch immer wieder beim Einkaufen feststellen lässt. Das geschulte Verkäuferinnenauge taxiert in Windeseile den Wert der Kleidung und damit die scheinbare Bereitschaft Geld auszugeben. Und Armani-Menschen werden anders behandelt als H&M-Typen - und Konen-Tüten gelten in der Theatinerstraße offensichtlich als absolutes No-Go (letztens in einem bekannten Handschuh-Geschäft dieser Stadt...). Deshalb haben manche Frauen auch häufig Einkaufstüten von teuren Geschäften dabei beziehungsweise genau darum sind auch die Longchamp-Taschen so ein Renner - rein und weg ist das falsche Logo. Und deswegen brezeln wir Frauen uns auch manchmal zum Shoppen auf. Weil wir wollen gut behandelt werden. Und wenn wir das nicht werden - ist es schick und gestylt  einfacher der Arroganz von manchen Verkäuferinnen einfach arrogant zu begegnen...

Kommentare

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Christian

Das erinnert mich an das Erlebnis meiner Mutter: Sie suchte etwas Bestimmtes, ich glaube einen Rock und besuchte das Calvin Klein Geschäft (denke es nannte sich Boutique) im Gebäude des Hotel Bayerischen Hof. Dort wurde sie sehr zickig und schnippisch beraten und ließ sich daher viele Kleidungsstücke zeigen und gab vor, diese auch kaufen zu wollen. Nachdem die Verkäuferinnen auf Wunsch meiner Mutter alle Preisschilder an den Kleidungsstücken entfernt hatten, nahm meine Mutter ihre Handtasche und wollte den Geldbeutel herausnehmen. Dabei stellte sie dann unter großem Bedauern fest, dass Sie den Geldbeutel in der anderen Tasche im Auto vergessen hatte. Sie bat die Verkäuferinnen, die Waren kurz zurückzulegen, sie müsse nur schnell in die Tiefgarage um den Geldbeutel zu holen. Natürlich hatte sie den Gedlbeutel die ganze Zeit dabei und betrat das Geschäft nie wieder.

Ich wollte, ich hätte auch manchmal so nette Einfälle! (Übrigens: Meine Mutter ist eigentlich eine sehr freundliche Frau. Nur ärgern sollte man sie nicht!)

Die ganze Familie lacht noch gerne über diese Geschichte!

Dr.Sno*

Sehr lehrreich!

So, und ab jetzt geh ich nur noch unrasiert und ungewaschenen mit alter Jeans zum Shoppen, dann werd ich vielleicht endlich nicht mehr von den Drückerkolonien an Verkäuferinnen behelligt... ;)

T.M.

Oder ein grimmiges Gesicht machen, Herr Dr. Das genügt meistens.

Schlimm ist es in Supermärkten. Dort soll man laufend was probieren und wird aktiv dazu aufgefordert. Ein lautes Nein, nachdem sich die übrigen Kunden umdrehen, klärt dort normalerweise die Fronten. (Kürzlich sollte ich früh um halb acht Bier und Leberwurst probieren.)

Helga

Lieber T.M., hier offenbaren sich wohl die Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz.

grete

immer noch eine der schönsten szenen in "pretty woman": "hier kaufe ich nicht." macht doch auch spaß, zu der überraschten, weil aufgrunde von vorurteilen in die-kauft-sowieso-nichts-stimmung versetzte verkäuferin zu sagen: "ich nehm beide."

Dr.Sno*

T.M. - Das mit dem grimmigen Gesicht bekomme ich irgendwie einfach nicht hin. Meine kläglichen Versuche animieren dann eher zu herzhaftem Lachen als zum mich in Ruhe selber suchen lassen.

Das schweizerische Degustieren in den Supermärkten finde ich dagegen sehr fein. Im Züricher Globus steh ich regelmäßig mit Weissbrot bewaffnet bei dem teuren Balsamico. Bleibt nur Abzuwarten ob sich das durch die Infiltration deutscher Discounter in der Schweiz jetzt dann ändert...

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