Raus! Raus! Raus!
Verleihung des goldenen Knopfes

Grüße vom Hauskobold

Jetzt wo ich sie nicht mehr brauche, ist das vermisstgemeldete Sommertascherl also wieder aufgetaucht. Dafür sind die Winterschuhe verschollen - und ich kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, ob ich sie vielleicht entsorgt habe, weil sie kaputt gewesen wären. Vielleicht fristen sie auch bei irgendeinem Schuster seit Monaten ihr Dasein? Seltsame Dinge passieren...

S. hat letzten Winter Stein und Bein geschworen, dass ihr Wintermantel weg wäre. Was umso komischer ist, weil man ja selten mit Mantel das Haus verlässt und dann ohne wieder heimkommt. Gilt für Stiefel übrigens auch. Das ganze führt dann zu Suchaktionen in Wohnungen, die im Laufe der Jahre immer größer geworden sind. Auch wenn nicht damit zu rechnen ist, dass ein Mantel oder Stiefel plötzlich im Arbeitszimmer auftauchen. Aber man weiss ja nie. Und dann gibt es ja auch noch das elterliche Haus mit ein paar Quadratmetern Platz, in dem man zwar seit 15 Jahren nicht mehr wohnt. Aber was sich da alles noch finden kann! Sie glauben's ja nicht.

Irgendwann mal mitgenommen, abgeladen, vergessen, von Muttern aufgeräumt. Und es ward nie mehr gesehen. Aber hüten Sie sich davor, eben dort, wo Sie vermisste Dinge vermuten, einfach mal nachzufragen: "Wie dein Wintermantel (Stiefel/Handtasche/Kamera etc) ist weg? - Ja hier ist er nicht. So was verliert man doch nicht einfach! Du bist doch keine drei mehr! Kannst du nicht nicht endlich deine Sachen in Ordnung halten..."

Wenn sich aber dann, nach einigen Monaten, eben jenes als vermisst gemeldete Teil auch eben dort wiederfindet - in irgendeinem Schrank in irgendeinem Zimmer, wird sich niemand, ausser Ihnen natürlich, an diese mütterliche Standpauke erinnern. Stattdessen: "Natürlich ist es da. Ich hab's da ja auch reingetan. Hättest du mich halt gefragt..."

Kommentare

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T.M.

Ganz schlimm sind auch Mütter, die zu Besuch kommen und dann eine fremde (höchst ordentliche!) Wohnung aufräumen. "Ich hab da mal Ordnung gemacht."

cohu

Putzende Mütter, ein Traum! Muss da immer noch an meine Mutter denken, die bei einem Besuch bei meiner Schwester (natürlich unaufgefordert und während diese Einkaufen war) die Küchenspüle, Arbeitsplatte und Schränke mal "so richtig" saubermachen wollte. Leider nahm sie den Lumpen, mit dem meine Schwester traditionell das Klo putzt...

T.M.

Ja, nee, putzen wird meine Mama bei mir nicht. Aber ich hab beispielsweise ein System, nach welchem die Bücher, die ich gelesen habe mit der Vorderkante des Regals abschliessen, diejenigen, die ich noch nicht gelesen habe, hingegen um 2cm nach hinten versetzt sind. Nun hab ich sie doch eines Tages tatsächlich dabei erwischt, wie sie anfing, die Bücher zurechtzurücken. "Die stehen ja kreuz und quer! Wie sieht denn das aus?"

ursi

mei, meine wohnung muss ich morgen auch putzen... nicht so ganz ohne anlass: ich hab am letzten wiesnsonntag mein aus neuseeland mitgebrachtes armband sicher (!) auf den schreibtisch gelegt, weil es nicht zum dirndl gepasst hat. jetzt liegt es da nicht mehr. - also, wird morgen alles auf den kopf gestellt. zum glück soll das wetter eh grauslig werden.

Helga

Ursi, der letzte Wiesn-Sonntag ist aber auch schon ein bisserl her... Selbst wenn das Armband da gelegen hat, inzwischen lag da sicher einiges auch drauf - und du hast es dann "sicher" woanders hingelegt. Nur wo? Kenn ich irgendwie;-)

Mütter, die bei den Kindern das Putzen anfangen, kenn ich nur vom Hörensagen - bzw. kann's bei der Nachbarin manchmal beobachten.

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