Die Bratwurst ist gut.
Osterurlauber...

Hopfen und Malz - Gott erhalt's

Gut, der Termin vom Winzerblog ausgerufenen Weinrallye war eigentlich gestern, aber für diesen Nachtrag darf es auch ein Nachtrag sein, denn so hab ich endlich einen Anlass, Ihnen etwas zu empfehlen, was ich Ihnen schon lange empfehlen wollte. Das Thema lautet nämlich "regionale Spezialitäten" und meint damit gar nicht so Wein. Was ist aber eine flüssige Spezialität in Altbayern wenn nicht Bier?

Jetzt bin ich ja per se ein Fan der etwas kleineren Brauereien und von den Münchner Bieren halte ich nicht viel - außer vielleicht von Hofbräu und natürlich könnte ich jetzt als Münchnerin über die Staatliche Brauerei hier schreiben. Aber ich möchte Ihren Blick von München weglenken und in diesem Fall weder nach Reutberg noch nach Tegernsee, wobei es in beiden Orten hervorragendes Bier gibt und man über Reutberg schöne Geschichten erzählen kann. Ich möchte Ihren Blick nach Niederbayern lenken, in meine Heimatstadt und zu dem dortigen Brauhaus.

Dieses braut nämlich ein hervorragendes Öko-Zwickl. Das ich aber beileibe nicht auf einem Heimatbesuch dort entdeckt habe, sondern an einem schönen Frühlingstag hier in München. Es war im vergangenen Jahr und hier tobte irgendeine dieser 850-Jahr-Massenveranstaltungen in der Innenstadt. Es war zu laut, zu voll und wir flüchteten auf den Viktualienmarkt und genossen die dortige Ruhe (kein Scherz). Und tranken ein Bier, und auch ich trank ein Bier - und stellten fest, dass das ein gutes Bier war, das wir tranken. Und siehe da, es war ein Landshuter Bier.

Seitdem ist unter den vielen Dingen, die ich immer von A nach B schleppe und weshalb ich zwingend immer mit dem Auto in die alte Heimat fahren muss, auch immer wieder mal ein Kasten Bier oder zumindest ein paar Flaschen.

Jetzt schicke ich Sie deswegen nicht nach Niederbayern. Aber wann sind Sie das letzte Mal über den Viktualienmarkt gebummelt? Dann kehren Sie doch in der "Kleinen Ochsenbraterei" ein - Essen kann man da auch und zwar ziemlich gut. Alles bio. Und trinken's ein Zwickl dazu. Lohnt sich zu probieren. Versprochen.

Kommentare

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Stadtneurotiker

Ist es das Zwickl, das in den Anfangsjahren auf dem Tollwood ausgeschenkt wurde? Das habe ich ziemlich lecker in Erinnerung.

Ich war sehr enttäuscht, als dort auf einmal Löwenbräu und Franziskaner verkauft wurden.
Der Anfang vom Ende eines ursprünglich kleinen Festivals...

Helga

Mei da überfragst mich, ich glaub's nicht, weil ich glaub, so lang gibt's des noch nicht. Ansonsten geb ich dir in allem recht;-)

cb

"Ich war dabei", damals - und dies, für die älteren Semester, bitte nicht missverstehen - es war sehr gut und damit natürlich auch süffig. Ich wär auch noch länger geblieben ...
Just heute habe ich ein "rotes Zwickl" zum Mittag in Wien im 21. Bezirk getrunken ... ich konnte mir nichts darunter vorstellen, aber im wolkenfreien, also pur-sonnigen Himmel Österreichs war's wirklich ROT! Und: Es war auch seeeeehr lecker! Also: Lang lebe das Zwickl ... was auch immer das heißt (für mich als unwissenden Gern-Bier-Trinker) ;-)))

Christian

Falls Ihr mal nach Salzburg kommt: Die Weiße Weißbier ist sehr gut, Augustiner aus Salzburg ebenso. Das Demeter Bier im Gusswerk ist sehr zu empfehlen und auch das Stiegl Paracelsus (bio) ist sehr fein!

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