Auch in München: Angriff auf unschuldige Autos
Hofgarten

Ich geh mit meiner Laterne...

Mei, war das ein Spaß früher. Wie wir da mit unseren selbstverständlich selbstgebastelten Laternen am Martinstag entlang gewackelt sind. Letztlich hoch konzentriert, denn zu viel wackeln bedeutete in der Regel das aus für das Licht drinnen. Hochkonzentriert auch die Eltern, gleich einzugreifen, wenn so eine Papierlaterne Feuer gefangen hat oder einem anderen Kind verdächtig nahe kam.

UNTEN, DA LEUCHTEN WIR

Gibt's alles nicht mehr. Ist ja viel zu gefährlich. Wieder mal ein Punkt mehr, wie wir alle es geschafft haben, unbeschadet groß zu werden. Heute wird mit Glühlämpchen gearbeitet. Glühlämpchen! Ich gebe ja zu, dass meine Mutter wahrscheinlich die erste gewesen wäre, die ein elektrisches Lämpchen in die Laterne gesteckt hätte. In dieser Hinsicht war sie extrem unentspannt. Das gab's aber in den 70ern nicht. Und dennoch ist nie etwas passiert.

MEIN LICHT IST AUS - ICH GEH NACH HAUS

Das gilt ja heute nicht mehr. Und damit ist das beste Argument für Eltern, den Rummel dann irgendwann zu beenden und die völlig überdrehten, äh, Kinder nach Hause zu bringen, auch vom Tisch. Selber schuld, sag ich da mal.

RABIMMMEL RABAMMEL RABUMM

Und noch eine Tradition, die den Bach runter geht: die Martinsgans. Kam ich doch tatsächlich heute an einer Wirtschaft vorbei, die groß die "Martinsente" angekündigt hat. Martinsente. Ob Kirchweih oder Martinstag - anscheinend ist das alles inzwischen egal. Aber es war halt nun mal ein Gänsestall und kein Entenweiher. Da wollen wir jetzt schon mal korrekt bleiben.

Kommentare

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kaltmamsell

Ziel des Martinszugs war immer das Gemeindehaus. Und da gab es den ersten Lebkuchen der Saison.

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