Im Kaffeehaus
Noch kein Handlungsbedarf

Ausflugstag

Willkommen im echten Leben, sagte ich nur, als wir da saßen, irgendwo im letzten Winkel der bayerischen Provinz und der Begleiter anfing zu jammern, er wolle wieder in die Münchner Innenstadt. Dorthin zu einem Menschenschlag, den er kennt. Unecht nenn ich das ja manchmal und scheuche ihn aus dem Büro in die Realität. Ich bin ja der festen Überzeugung, man muss als Münchner immer mal wieder sich mit der Realität konfrontieren ehe man dieses München als gesetzt als tatsächlich nimmt. Das hier ist ein eigener Kosmos und wer hier mal ist, neigt dazu, diesen Kosmos als gesetzt zu nehmen - und ihn auch nicht mehr zu verlassen. Weder lang- noch kurzfristig. Aber verschiebt es uns nicht dabei den Blick auf die Realität? So ein Blick nach draußen. Immer mal wieder.

Kommentare

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Tatzelwurm

*lach*
Was ist denn bei uns hier draussen so bedrohlich?

Ich wünsche einen erholsamen Sonntag, lieben Gruß, Tatzelwurm

T.M.

Offenbar ein Phänomen in jeder nennenswerten Grossstadt. Dann oft auch, alles ausserhalb und sagen wir unter einer Million Einwohner für ein Dorf zu halten, gepaart selbstverständlich mit der befremdenden Feststellung, dort niemals leben zu können usw. - Ich hab mich darüber immer gewundert. Ich hab seinerzeit den Wechsel von der Grossstadt in ein richtiges Dorf (mit Kühen und so) als Gewinn empfunden. Aber jeder wie er mag.

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